Die Unfehlbarkeit des Papstes, wenn er ex cathedra spricht, wurde vom 1. Vatikanischen Konzil 1870 aus der besonders bedrängten Situation (vgl. Kulturkampf) Papst Pius XI. als Dogma der katholischen Kirche verkündet. „Der Widerstand gegen diese in Schrift und Tradition nicht begründbaren Glaubensgrundsätze und die Exkommunikation der Gegner dieser Entscheidung waren“ so altkatholisch zu Recht in seinem Blogbeitrag vom 18.7. „der Anlass für die Entstehung der Alt-Katholischen Kirche.“ Von den Protestanten wird sie als wesentliches Hindernis für eine Vereinigung von Katholiken und Protestanten gesehen.
Der Gedanke der Unfehlbarkeit des Papstes wurde zuerst von Petrus Olivi ( gest. 1298) vertreten, doch bemerkenswerterweise wurde diese Lehre 1324 von einem Papst, nämlich Johannes XXII., als Häresie verurteilt. Als das galt sie auch, bis 1870 Pius XI. sie zum Dogma machte.
(vgl. Hans Küng: Umstrittene Wahrheit, S.236)
Schlagworte: Häresie, Papst, Pius XI., Unfehlbarkeit, Vatikanisches Konzil
2. Oktober 2008 um 19:29 |
[...] über seine theologischen Werke, obwohl in den zwanzig Jahren, über die er berichtet, “Unfehlbar? Eine Anfrage“, “Christ sein” und Existiert Gott?, die Werke, die ihn weltweit auch unter Laien [...]