Terrorismus

„Heute ist das Problem des Westens weniger, herauszufinden, welcher Terrorist in welchem Zelt, welcher Gasse, welcher fernen Stadt seine neue Bombe vorbereitet, um dann auf ihn Bomben regnen zu lassen. Das Problem des Westens ist mehr, die seelische Verfassung der Armen, Erniedrigten und stets im ‚Unrecht‘ stehenden Mehrheit zu verstehen, die nicht in der westlichen Welt lebt.“ Das sagte Orhan Pamuk schon 2001 und hat es in seinem Roman „Rot ist mein Name“ eindringlich gestaltet.

Wer sich darauf verließe, dass „ein Roman mehr Einfluss hat auf unsere Welt als 1000 Parlamentsreden“, hätte glauben können, damit hätte Pamuk etwas Wirksames gegen Bushs Kreuzzugsphantasien getan. Gegen die hätten freilich auch 2000 Reden nicht geholfen.

Pamuk selbst sieht seine Rolle auch weit skeptischer, wenn er sagt:

„Meine Aufgabe besteht nicht darin, den Europäern die Türken und den Türken die Europäer zu erklären, sondern gute Bücher zu schreiben.“ (Das Zitat verdanke ich sprechblase.)

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