Archive for 21. September 2008

Sozialisiert die Verluste

21. September 2008

Um die Verluste des Weltbankensystems von den Banken auf die Normalverdiener abzuwälzen, haben die USA 700 Milliarden Dollar bereitgestellt, die die US-Schulden von 10,6 Billionen Dollar auf 11,3 Billionen ansteigen lassen würden.

Damit aber nicht nur amerikanische Bürger leiden, fordern sie jetzt, dass alle Industriestaaten ihrem Beispiel folgen.

Das hätte den Vorzug, dass US-Finanzminister nicht nur eine nie dagewesene Machtfülle in der US-Finanzwirtschaft erhielte, sie würde de facto auf die Weltfinanzwirtschaft ausgedehnt, und eine Grundlage zur Übernahme der US-Schulden durch die Handelspartner der USA wäre gelegt.

Stabilisierung durch Zusammenbruch

21. September 2008

Stetiges exponentielles Wachstum führt unweigerlich zum Zusammenbruch eines Systems, denn es führt früher oder später zu einer Steigerung ins Unendliche.

Was geschieht, wenn die Bankengewinne nicht nur mit 2 Prozent wachsen, wie es als für die gesunde Entwicklung einer Volkswirtschaft für notwendig gilt, sondern um 30 Prozent? Der Zusammenbruch erfolgt so rasch, dass er auch die Entwicklung der Volkswirtschaft stört, so dass diese nicht weiter wächst, sondern schrumpft. Folglich: Bankenkrachs stabilisieren die Weltwirtschaft.

Forderung: Verhindert die Kontrolle des Bankenwesens, wie sie durch das Verbot von Derivaten über ein Jahrzehnt bestand! Nur so werden Bankenkrachs häufig genug auftreten, dass sich die Wachstumsideologie nicht vorzeitig ad absurdum führt.