Christ sein

Hans Küng hat sich mit dieser Schrift von 1974 eine „Neubegründung der christlichen Theologie“ (S.246) vorgenommen. Er will eine „kritische Sichtung des Christentums“ zwischen „den ’säkularen‘ Humanismen einerseits“ und „den großen Weltreligionen andererseits“ (S.248). Dabei will er „nicht von theologischen Fragestellungen und traditionellen Dogmen ausgehen“, sondern von den „Fragen des heutigen Menschen“ (S.287).
Bei meiner ersten Lektüre fand ich die Lektüre durchaus erfrischend. Heute spüre ich beim Hineinblättern freilich doch auch das Historische der Fragen, von denen er ausgeht.
Das klingt allerdings vielleicht kritischer, als es gemeint ist. Daher noch einmal ein Blick auf das Buch aus Küngs eigener Sicht:
Jesus verkündet das Reich Gottes, das aber ist die Sache des Menschen und zwar nicht des gerechten, sondern der Verlorenen, Armen und Unterdrückten. Deswegen ist sein Konflikt mit den Mächtigen in Staat und Religion unausweichlich. Seine Auferweckung ist keine Rückkehr ins raum-zeitliche Leben, sondern die Aufnahme in jene unfaßbare, umfassende letzte und erste Wirklichkeit, die wir Gott nennen Nicht als der Auferweckte […], sondern als der Erniedrigte, Gekreuzigte unterscheidet sich dieser Jesus Christus unverwechselbar von […] Göttern und vergöttlichten Religionsstiftern. (S.404)
Küng erinnert auch an seine Reformforderungen: Für die Ökumene Integration der verschiedenen Kirchen durch Reform und gegenseitige Anerkennung der kirchlichen Ämter, durch gemeinsamen Wortgottesdienst und offene Kommunion. Für die katholische Kirche Wahl der Bischöfe und des Papstes unter Mitwirkung eines Gremiums von Laien, freie Entscheidung der Priester über Ehelosigkeit oder Heirat, gleiche Rechte der Frauen im Kirchenrecht, konstruktive Einstellung zur Sexualität, Zulassung einer Geburtenregelung auch durch „künstliche“ Mittel. (S.423)

Bemerkenswert ist dabei, dass seine theologischen Auffassungen heute nicht ungewöhnlich modern klingen, aber von konservativen Theologen aller Konfessionen noch immer abgelehnt werden und dass seine Reformfordrungen für die katholische Kirche so utopisch klingen wie eh und je.
(Seitenzahlen von „Umstrittene Wahrheit“ 2007)

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9 Antworten to “Christ sein”

  1. petersemenczuk Says:

    Liebe Katholiken,
    Wir Menschen des 21-ten Jahrhundert brauchen keine
    „Neubegründung der christlichen Theologie“,
    SONDERN, die einzig wahre Theologie des lebendigen Gottes,
    die mit Christus, aus dem Schoss des Vaters und Himmel,
    und mit dem Heiligen Geist zu Pfingsten,
    auf und in die Jünger kam und sie erfüllt mit dem Geist, Wort und allerheiligsten Glauben Gottes so,
    dass sie von Gott legitimiert waren,
    den Ungläubigen und Sünder, die frohe Botschaft von der Erlösung des Menschen von all seinen Sünden nahe zu bringen.
    Wahre Wiedergeburtschristen tragen von Anfang an,
    die Erlösung, Gerechtigkeit, Heiligung und Weisheit Gottes
    in ihrem Innern und Bewusstsein und wachsen an dem Haupt
    der wahren Kirche Jesu Christi, ihrer Vollkommenheit entgegen.

    UNSER Haupt der wahren Gemeinde und Kirche Gottes ist Jesus Christus,
    den wir hören sollen, wie Gott auf dem Berg der Verklärung seines Sohnes, Jesus Christus, zu den Jüngern Petrus,Johannes und Jakobus gesagt hat.
    Wer nicht in dem Geist und Wort Gottes und durch den allerheiligsten Glauben wächst so, wie Gott beschlossen hat in seinem Wort und Theologie, der ist den religiösen Blindenleiter und Irrlichter der Nationen in die Hände gefallen, die Christus, falsche Propheten bezeichnete.

    Werdet darum nüchtern, tut Buße und bekehrt Euch vom Kleinsten bis zu dem größten, zu dem wahren und offenbarenden Gott und seinem Christus, lasst die Notlüge, Heuchelei, Lebenslüge und alle anderen Sünden, dann wird Euch die einzig wahre Theologie des lebendigen Gottes offenbart werden in eurem Innern und Bewusstsein durch den Heiligen Geist und Wort Gottes, gleich wie den ersten Jüngern und Aposteln des Herrn Jesus Christus sie offenbart wurde zu Pfingsten, der auch HEUTE
    derselbe ist.
    Wahre Propheten des lebendigen Gottes und seinem Christus:
    „Reden, predigen und weissagen allezeit,
    In dem Geist und Namen des lebendigen Gottes und seinem Christus.
    Die Blinde Blindenleiter, falschen Propheten, Mietlinge und Wölfe im Schafspelz, wie Christus sie alle nannte,
    Reden und predigen allezeit im eigenen Namen,aufgrund ihrer Anmaßung und Selbsterwählung, oder im Namen,
    ihrer von Gott abgefallenen Institution, Religion,. Kirche, Tempel, Gemeinde oder Sekte und nach dem MOTTO:
    „Wessen Brot ist esse, dessen Theologie ich predige“!
    Peter Semenczuk
    Autor und Herausgeber christlich-theologischer Publikationen im Internet und Selbstverlag: UMSONST, wie Christus seinen Jüngern geboten hat!
    Matthäus 10,/Apostelg. 3,6 / 20, 33/ 1. Korinther 9,12-18/ 2. Korinther 11,7

  2. apanat Says:

    Es ist deutlich, dass es gerade im Bereich der Religion viele Wahrheiten gibt.

    Deshalb sollten wir uns immer wieder prüfen, bevor wir eine Wahrheit für uns mit Gewalt zur Wahrheit für andere zu machen suchen.
    Und das gilt nicht nur für den Bereich der Religion.

  3. petersemenczuk Says:

    Nach dem Geist Gottes,
    welcher ist der einzige Geist der Wahrheit und Gewissheit, Factum,
    den, der bekommt, der zu dem Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist findet
    und Ihm gehorsam ist nach Geist, Seele und mit dem Leib.
    Nur eine solche neue Schöpfung Gottes, neuer Mensch und neue Kreatur Gottes hat
    „Freudigkeit zum Eingang in das Heilige Gottes durch das Blut Jesu Christi“
    Welchen Christus uns bereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch“. Hebräerbief 10, 19-20

    Die geistigen Erfahrungen eines Wiedergeburtschristen und sein geistige Zuhause, stehen nicht in einem Buch, die man nachplappert und nachäfft ohne selbst erfahrenzu haben, SONDERN,
    Gründen sich wie geschrieben, auf gemachte Erfahrungen von A bis Z,
    D.h. vom Erfüllen Gottes Heilsplan für den Menschen, mit seinen darinnen enthaltenen Gerechtigkeiten, die man alle erfüllen muss, und denen sich selbst Jesus Christus, nicht entzogen hat bei Johannes dem Täufer.Matth 3,

    Es gibt nur eine Wahrheit, die den Menschen vom Geist der Welt und des Irrtums erlöst, befreit und ihn erleuchtet mit dem Licht der Lebendigen,
    und das ist der GEIST GOTTES und der Wahrheit!

    Wer seine Religion.,Kirche, Tempel, Gemeinde und Sekte, in einem anderen Geist und Theologie, den unwissenden Menschen nahe bringen tut oder will, der geht und versucht,
    durch eine andere Tür in das Reich Gottes und des Menschen Seligkeit einzudringen sagt Christus, der ist ein Dieb und ein Mörder!
    Johannes 10,1-9
    Christus, der auch heute derselbe ist,
    Ist die einzige Tür in das Reich Gottes und zu dem geistlichen Amt.
    ER ist der WEG die WAHRHEIT und das LEBEN, den wir hören sollen in unserem erlösten, gereinigten und geheiligten Innern wie Er gesagt hat:
    „Meine Schafe hören meine Stimme und ich gebe ihnen das ewige Leben“!
    UND: „NIEMAND kommt zum Vater, den durch mich“!

  4. Gerhard Says:

    Wer ist es, der in Jesus spricht?

    Wer ist die Wahrheit, der Weg, die lebendige Weisheit…
    ohne die Niemand zum Vater kommt?

    Lässt ich die Re-form der christlichen Religion wirklich auf einer soch oberflächlich, menschlich-ethischen Ebene bewerkstelligen, wie es Küng vorschlägt?

    In einmem Brief an Papst Benedikt XVI. (siehe: http://www.theologie-der-vernunft.de) bitte ich diesen nach einer heute wieder in aller natürlichen Ordnung wahrnehmbaren „schöpferischen Vernunft“ als ewigem Wort/Logos fragen zu lassen, der vor 2000 Jahren in der Gestalt Jesus Wirk-lichkeit war und ist.

    „Christ sein“ wäre danach nicht das Berufen bzw. Zitieren alter Dogmen, sondern die Orientierung an dem, der vor damals lebendig war.

    Was spricht dagegen, das „Dominus Jesus“ aus dieser Perspektive logisch zu begründen???

    Danke für Argumente!

  5. apanat Says:

    Unser Blick auf Jesus sollte sich meinem Verständnis nach nicht einengen auf ein mittelalterlich-scholastisches Denken, nicht auf ein hellenistisches der frühen Konzilien, aber auch nicht auf ein Verständnis aus einem aufklärerischen Impetus, der die menschliche Vernunft zum höchsten Kriterium der Wahrheit macht.
    Vielmehr sollten wir aus unserer heutigen Erfahrung urteilen, die die schreckliche Verirrung eines hochzivilisierten Volkes wie des deutschen im Nationalsozialismus kennt und das wirklichkeitsblinde Vertrauen auf einen alles richtig steuernden Marktes erlebt, das uns nicht nur in eine vergleichsweise harmlose Finanzkatastrophe, sondern auf eine weit gefährlichere ökologische Katastrophe zutreibt. (Beide lassen sich hoffentlich noch vermeiden, aber es wird nicht ohne Umsteuern gehen.)

    Dazu gehört auch, dass wir nicht mehr übersehen, dass Jesus Jude war und dass seine Gottesvorstellung jüdischen, nicht hellenistischen Ursprungs war.

  6. Gerhard Says:

    Es ist schon erstaunlich, wie immer wieder die eigene Vernunftvorstellung über die reale Wirk-lichkeit einer kreativen „schöpferischen Vernuft“ gestellt und gleichzeitig menschliche Vernunft verteilt wird.

    Die Vernunft um die es mir geht ist die Wahrheit, die vor 2000 Jahren in menschlicher Gestalt zur Sprache gebracht wurde und nicht einfach ein geheimnisvoller Gott war. Es ist der Logos aller natürlichen Weltordnung, der als Sohn Gottes bzw. lebendige Offenbarung gesehen, als jüdisches Wort verstanden wurde.

    Die Orientierung an einer mittelalterlichen Weltordnung oder einem griechischen Prinzip liegt mir fern. Doch die reale schöpferische Ordnung, an die wir uns halten müssen, in der ich das bestimmende „Wort“ hören, die schöpferische Weisheit sehen bzw. den uns in menschlicher Gestalt vermittelten Logos verstehen will, wird gerade in der ökoloischen Lehre, ebensowo wie im evolutionären Werden oder kosmologischer Weltbeschreibungen deutlich.

    Meine Vision: Der Mensch von Morgen wird Jesus geh voran singen, sich dafür begeistern, um den schöpferischen Weg zu gehen.

    Auf menschliche Moralpredigten ist gepfiffen, auch wenn sie gut gemeint sind und religiös verpackt werden. Auch die Finanzkrise ist dann, wenn man die Religion bzw. den Glauben an einen gemeinsamen schöpferischen Sinngeber als Voraussetzung für ein schöpferisch vernünftiges Verhalten versteht, das die menschliche Gier, den puren Egoismus verhindet und den Menschen zum Geimeinschaftswesen macht, wie dies Papst Benedikt XVI. zurecht tut, nur ein Offenbarungseid heutiger Theologieleeeeere.

    Weiter so, apanat hat ja geschrieben was rauskommt.

  7. Küng: Umstrittene Wahrheit « Apanat’s Weblog Says:

    […] in den zwanzig Jahren, über die er berichtet,  “Unfehlbar? Eine Anfrage“, “Christ sein” und Existiert Gott?, die Werke, die ihn weltweit auch unter Laien bekannt gemacht haben, […]

  8. petersemenczuk Says:

    Die ersten Christen,Jünger,Aposteln und Propheten,
    versammelten sich um den erfahrbaren Christus,
    Dem ewigen Christus und Logos Gottes,
    der von Anfang an, gegenwärtig ist und vor des Menschen Herzen steht.

    Er war ihre Mitte des neuen und christlichen Leben,
    Von Ihm sind sie berufen worden,
    Von Ihm sind sie zubereitet worden,
    Von ihm haben sie ihre Wiedergeburt und Vereinigung mit Gott erfahren,
    Und mit IHM, in ihren Herzen und Bewusstsein,
    offenbarten sie die Gesinnung und Charakter Christi.
    Christus ist der HERR, war ihr Schlachtruf des Geistes,
    Christus in uns, war das Fundament ihres neuen und ewigen Zuhause.

    Heute dagegen, mieten und plappern die von Menschen/Fleisch und Blut gemachten falschen Blüten-Christen, die niedergeschriebenen Erfahrungen der ersten und wahren Zeitzeugen Jesu Christi und hoffen, von Gott als Christen anerkannt zu werden.Törichte Jungfrauen nennt Christus sie.

    Wo keine wahre Weissagung und Prophetie des lebendigen Gottes und seinem Christus, in einer Religion, Kirche, Tempel,Gemeinde und Sekte fehlt, da wird das Volk (zügel-) hemmungslos heißt es, und sie gehen in ihrer Selbstgerechtigkeit, in die Verdammnis,weil sie als vermeinte Christen, nach dem Fleisch leben und nach dem Geist der Welt leben, ohne zu wissen, das solches Denken, Leben und Wandeln, sie zu Feinde Gottes macht, Römerbrief kapitel 8,1-4/Jakobusbrief /Johannesbrief
    So weit bis heute, liebe Freunde der Wahrheit Gottes

  9. apanat Says:

    „Wo keine wahre Weissagung […] fehlt, da wird das Volk (zügel-) hemmungslos“. Das klingt zwar feierlich, bedeutet aber bestimmt das Gegenteil von dem, was du meinst.

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