Woher kommt das Geld, wo geht es hin?

Finanzminister Steinbrück sagt voraus, dass die Finanzkrise noch bis Ende nächsten Jahres andauern wird. Denn zur Finanzkrise der Banken kommt jetzt die der Devisenspekulanten. Woher die?
Dass Banken das Geld, was sie in Krediten zur Verfügung stellen, nicht allein aus den Spareinlagen nehmen, sondern dass sie Geld schöpfen, hat man in der Schule gelernt. Dort hieß es aber auch, dass der Staat bzw. die Zentralbanken das Ausmaß der Geldschöpfung regulieren könne. Das ist aber im Zuge der globalisierten unregulierten Finanzmärkte längst nicht mehr der Fall. Vielmehr refianzieren sich die Banken jetzt nicht mehr bei der Zentralbank, sondern bei anderen Banken.
Dazu Wilhelm Hankel, einst Spezialist für Geld und Kredit beim Wirtschaftsminister Karl Schiller:

Die Institute können sich wechselseitig und untereinander anpumpen und aus diesen Schulden (die zugleich die Kredite anderer Banken sind) Kredite nach außen gewähren. Die bankinterne Schulden-Kreditpyramide ersetzt das Staatsgeld, die Zentralbank und den Sparer. Doch nur so lange, wie sie nicht wackelt oder zusammenbricht.
Welch grandiose banktechnische Innovation. Sie macht Kapitalbildung und Kreditbetrug identisch!

Doch damit nicht genug. Devisenspekulanten haben diese billigen Kredite – etwa aus der Schweiz und Japan – in Hochzinswährungen wie die von Island und Ungarn transferiert, so Franken und Yen nach unten spekuliert und ihre Krediten dann billig zurückgezahlt. Jetzt, wo die Kredite nicht mehr zu bekommen sind, müssen sie in Franken und Yen zurückzahlen, deren Kurse schießen nach oben und Island und Ungarn werden für die Sündern der Spekulanten bestraft: Staatsbankrott droht. Das wäre aber noch harmlos, denn das gesamte Geldsystem droht zusammenzubrechen, wenn die Staaten nicht auf diesem Sektor eingreifen – wieder zu Lasten des Steuerzahlers.
Das Schlusswort mag wieder Wilhelm Hankel haben:

Muss die Gesellschaft nun wieder ihre Banken retten?
Sie muss jetzt nur eines: Endlich dafür sorgen, dass die unendliche Geschichte der Finanzkrisen aus dem als Geldfortschritt getarnten Kreditbetrug zu Ende geht. Das globale Kreditgeschäft der Banken gehört an dieselbe Kette gelegt wie das nationale. Nur dann kann der Kapitalismus überleben.

Es muss freilich ein regulierter sein.
Was hat attac seit Jahren vertreten?

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Eine Antwort to “Woher kommt das Geld, wo geht es hin?”

  1. Ursachen der Finanzkrise « Apanat’s Weblog Says:

    […] der Finanzkrise Immobilienspekulation in den USA und Devisenspekulation sind hier schon genannt. Es wird hundert andere Gründe geben, die letztlich alle darauf hinauslaufen, dass […]

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