Manager als Opfer der Finanzkrise?

Nicht nur, dass es empörend ist, mit nur 500 000 € als Jahresgehalt auskommen zu sollen, nur weil man ein paar Milliarden verzockt hat. Man hat wegen der Verlust ja sogar auf seinen Bonus verzichtet und sich mit kärglichen Restmillionen begnügt! (Freilich nicht alle.)

Nein, jetzt wird sogar behauptet, Finanzmanager könnten wie Hartz IV-Empfänger für das verantwortlich sein, was sie tun.

Voller Empörung hat Hans-Werner Sinn dies Ansinnen zurückgewiesen. Wer sich darüber aufgeregt hat, darf sich jetzt beruhigen. Sinn meint inzwischen, es hätte keinen Sinn, Kritik an Managern mit Völkermord zu vergleichen. Vielleicht hat ihm sogar jemand klarmachen können, dass der Antisemitismus nicht erst 1929 entstanden ist. Oder hat in seiner Umgebung noch nie jemand davon gehört?

Was Kritik an unschuldigen Managern betrifft, fiel mir diese Liste in die Hand. Nicht, dass ich behaupten wollte, die Manager auf der Liste seien mit ermordeten Juden zu vergleichen.

Nicht dass die Finanzmanager nicht vor ihrem Kurs gewarnt worden wären. So schrieben z.B. am 21.11.07 die Nachdenkseiten: „Dabei wäre doch fest zu halten, dass Millionen Menschen real, d.h. realwirtschaftlich, darunter zu leiden haben, dass andere mit unverantwortlichen Spekulationen auf den Finanzmärkten Millionen und Milliarden abgreifen.“

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