Wir sind verantwortlich

Das Ende der Amtszeit George W. Bushs und die Tatsache, dass durch die Finanzkrise die Demokratie von der Wirtschaftsdiktatur über die Politik zumindest kurzfristig beseitigt ist, haben eine Folge, die überhaupt nicht zu dem Leben passt, in dem wir uns eingerichtet haben:

Eine Entscheidung gegen den Irakkrieg, eine Entscheidung für Umweltschutz sind so selbstverständlich geworden, wie sie es schon immer hätten sein sollen, und wir sind wieder gefragt, wie viel wir bereit sind für den Umweltschutz zu tun. Wir können nicht mehr dabei stehen bleiben, dass wir es für falsch halten, militärische Mittel einzusetzen, um die Dritte Welt auszubeuten, wir müssen entscheiden, wie viele nicht-militärischen Mittel wir einsetzen wollen, um unsere Privilegien zu verteidigen, oder ob wir bereit sind, Schritt für Schritt auf Privilegien zu verzichten.

Zu recht wird davor gewarnt, in Obama eine Heilsgestalt zu sehen, die die Probleme der Welt lösen wird. Das kann er nicht, dafür gibt es viel zu viele Interessen, die dem entgegen stehen. Auch unsere eigenen: an bequemer Energieverschwendung und dem dafür notwendigen ungerechten Welthandel.

Seine Wahl bedeutet etwas ganz anderes: Wir können nicht mehr die Schuld auf Bush schieben, wenn wir weiter Umweltschutz blockieren und weiter die Dritte Welt unterdrücken. Obamas Botschaft „Yes we can“ hat einen höchst unbequemen Begleiter: Wir sind verantwortlich.

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