Diktatur der Wirtschaft über die Politik

„Die Ökonomie, Technik und Politik Rußlands in den dreißiger Jahren ist eine ferne Vergangenheit. Nicht vergangen ist die eherne Philosophie des Industrie-Staats: das Ersetzen alles dessen, was je „Bildung“ war, durch das nützliche Wissen.“ (Ludwig Marcuse: Mein 20. Jahrhundert, S.239)

Die ökonomische Einseitigkeit, das Opfern des Menschlichen auf dem Altar des wirtschaftlichen „Fortschritts“, die Tonnenideologie, Planübererfüllung um ihrer selbst willen. All das wurde im Stalinismus zunächst idealistisch, dann unter äußerstem Druck und unter Millionen von Opfern betrieben. Die Gemeinsamkeit zu den westlichen Industriegesellschaften 1960 zu sehen, erfordete damals viel Sensitivität, vielleicht auch etwas Verzeichnung. Heute ist die Formel „ökonomische Nützlichkeit geht von Selbstbestimmung und Freiheit“ in den westlichen Gesellschaften mit Händen zu greifen.

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