Die Frauen haben wir nicht besiegt

60% der Studenten im Iran sind Frauen, und viele von ihnen stehen dem Regime kritisch gegenüber.

Nach der Revolution hat beim Krieg zwischen Irak und Iran eine Mutter ihren Sohn den Revolutionsgarden verraten, der versucht hatte, sich durch Verstecken dem ungeheuren Blutopfer zu entziehen. Und sie hat angekündigt, sie werde es wieder tun.

Doch diese Herrschaft über die Köpfe der Frauen hat das Regime verloren. Präsident Rafsandschani stellte in einer Rede unzufrieden fest: „Wir haben alle besiegt, bis auf diese Frauen. Bleibt gefälligst zu Hause, gebt endlich Ruhe!“ Aber sie bleiben nicht zu Hause und sie geben trotz der Beibehaltung der Steinigung von Frauen nicht Ruhe.

Das berichtet der iranisch-deutsche Schriftsteller Said in der Frankfurter Rundschau vom 31.1.. Aber er hat auch zu berichten, dass politische Gegenkräfte, die am Anfang der Revolution dem Mullahregime noch widerstanden, wie die Basare, heute an wirtschaftlicher Bedeutung verloren haben. Fabriken mit über 1000 Beschäftigten gehören heute zu 51% dem Staat.

So ist eine Ende des Regimes nicht abzusehen. Und das – so Said – aufgrund des Verhaltens des Westens. Jürgen Habermas beklagte das Versagen der westlichen Aufklärung. Said verweist darauf, dass der Westen nationalistische säkularisierte Regime, die traditionellen Gegner der Religionsherrschaft, gestürzt habe: Saddam Hussein im Irak, Assad in Syrien.

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