Milliardensummen

Ende 1984 schätzte der IWF, daß er etwa $ 22 Milliarden Dollar verliehen hatte, um die Anpassungsprobleme für 66 Länder zu finanzieren.

So berichtet uns Paul Kennedy (in Parlament der Menschheit, 2007, S.160). Und für 1992 weiß er von einem ‚riesigen Finanzpaket‘ von 24 Milliarden Dollar, das die beiden Weltbanken und die westlichen Regierungen gemeinsam für die kritische Aufbauphase der ehemaligen Sowjetunion aufbrachten, zu berichten.
Offenbar hat man damals „keine Opfer gescheut“, um den armen Ländern und den Opfern von 70 Jahren Sowjetdiktatur zu helfen.

Wenn heute die deutsche Regierung für ein einzelnes Unternehmen mehr als viermal so viel Milliarden bereitstellt als früher für 66 Länder aufgebracht wurden, so muss man bedenken …

Ja, das gibt wirklich zu denken.

Zum Glück heißt es bei demselben Paul Kennedy:

Eine Finanzkrise […] führte oft zu verbesserten Reaktionen und Instrumenten […] ermöglichte es, in Zukunft bessere und realistischere Maßnahmen zu befördern.

Das weckt Zukunftshoffnungen. Doch ist zu beachten: Oft war es so, längst nicht immer. Wir könnten also auch nach der kommenden Wirtschaftskrise weiter die alten Fehler machen, wenn wir nichts dazu lernen.

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