Regulierungsinstrumente – woher sollen sie kommen?

Jörg Huffschmid hat Recht damit, in der Frankfurter Rundschau vom 25.2. daran zu erinnern, dass Regulierungsinstrumente für die internationale Finanzwirtschaft nicht erfunden zu werden brauchen. Denn in Deutschland sind Hedgefonds erst seit 2004 duch das 4. Finanzmittelföderungsgesetz handelbar geworden und die staatliche Bankenaufsicht ist für die EU erst 2007 durch Basel II abgeschafft worden. Just zum Beginn der gegenwärtigen Finanzkrise. Kritische Stimmen haben schon damals nicht gefehlt.
Aber Huffschmid verweist auch auf ein anderes Problem. Die Privatisierung der Alterssicherung hat (wie Basel I und Basel II) zu einer enormen Erhöhung des anlagesuchenden Kapitals geführt, das auf Spekulation geradezu angewiesen ist, weil produktive Investitionsmöglichkeiten im Vergleich zur Kapitalmenge Mangelware geworden sind.
Natürlich hat das die Investition in Risikoinvestitionen und damit die rasche Verwirklichung von Ideen im Internet, in Bio- und Nanotechnologie gefördert. Aber eben auch die Verbreitung der Risiken für faule – neuerdings wissenschaftlicher klingend toxisch genannt – Kredite über die ganze Welt.
Wenn es den Staaten dieser Welt gelingt, damit fertig zu werden, dann muss das das letzte Mal gewesen sein, dass es erforderlich ist. Die Menschheit hat andere Probleme zu bewältigen als die, die nur durch staatlich begünstigete Zockerei auftreten konnten.

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