Friedrich II.

In einer Buchreihe „Weltreiche“ wird das Preußen Friedrichs II. angeführt.
Friedrichs Preußen ein Weltreich???
Und doch bemerkenswert, dass nicht der staufische Kaiser Friedrich II. „der Große“ genannt wird. Und überhaupt kein Staufenkaiser, obwohl diese doch im Zentrum eines großen Konflikts im Abendland standen und Friedrich II. sogar in „Abendland“ und „Morgenland“ (in christlicher und islamischer Kultur) zu Hause war.
Wenn man de Catts Gespräche mit Friedrich dem Großen liest (interessanterweise als „Friedrich der Große: Gespräche mit Henri de Catt“ veröffentlicht) , staunt man, wie häufig Friedrich in der Zeit des 7jährigen Krieges geweint hat. Dass er verzweifelt war, nun ja, dafür hatte er nur allzu gute Gründe.
Aber er hat sich ganz in den Dienst der preußischen Staatsidee gestellt, obwohl sie nicht zuletzt von dem von ihm gehassten Vater geprägt war.
Bemerkenswert, wie wichtig ihm war, dass seine Gedichte nicht veröffentlicht wurden und dass er hart daran gearbeitet hat, der ersten nichtautorisierten Ausgabe schleunigst eine gefälschte entgegenzusetzen, weil er gefährliche Folgen für den Kriegsverlauf befürchtete, wenn der korrekte Text als Originaltext identifiziert werden könnte.
Freilich blieb ihm nicht wie Bahn und Telekom die Möglichkeit, alle Mitarbeiter auszuspähen, wer die Indiskretion begangen hatte.

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