Ethik oder „Landesverteidigung“?

Fredmund Malik, Gründer des Malik-Management-Zentrums in St. Gallen, hebt hervor: „Wirtschaftsethik ist gerade jetzt in der Krise wichtig. Innerhalb der Wirtschaftswissenschaften braucht es mehr kritische Positionen, sonst kommen wir nicht weiter. In den vergangenen Jahren wurde sehr viel Mainstreamökonomie nach amerikanischem Vorbild gelehrt. Jetzt sieht man, dass das ausnahmslos falsch war.“
Man könnte das für Selbstverständlichkeiten halten. Das sind diese Aussagen aber nicht. Brisant werden diese Aussagen angesichts einer Hetzjagd auf Ulrich Thielemann, Wirtschaftsethiker an der Universität St. Gallen, der im Finanzausschuss des deutschen Bundestages sagte:

Mein Eindruck ist, dass in der Schweiz – und das zeigen auch die gegenwärtigen Verwerfungen – keinerlei Unrechtsbewusstsein besteht. Offenkundig hat die Schweiz nur darum Zugeständnisse gemacht, weil der internationale Druck da war.

Man hat gefordert, Thielemann zu entlassen. So die schweizerische Wochenzeitung.
Deutlicher kann man es nicht machen, dass es an Unrechtsbewusstsein mangelt.

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