Meinung und Fakten

Daniel Erk hat auf Stefan Niggemeiers Blog ein Plädoyer gegen Meinungsjournalismus gehalten. Dagegen hält mspro:

Als Leser lese ich Journalist x, der Fakt A mit Fakt B zusammenbringt. Oft kenne ich Journalist X schon und halte ihn für einen kompetenten Menschen/Vollidioten und bewerte das entsprechend. Oder schaue, ob ich seiner Argumentation folgen kann, sie evident finde. Dann lese ich meinst noch Journalist Y, der Fakt A auf Fakt C bezieht. Aha! Danach ziehe ich mir genüßlich zu Gemüte wie Blogger G bis R die Journalisten X und Y grillen, weil die ja eh keine Ahnung haben. Daraufhin schreibe ich endlich meine Meinung Z auf, weil ich finde, dass die ja noch gar nicht doll genug und so. Das alles nennt man das Diskurs und das ist unendlich informationtechnisch effektiver als jede Faktenaneinanderreihung, die man sich vorstellen kann. Und mehr Spaß macht es auch!

Recht hat er, insoweit er das Recht auf Meinungsjournalismus verteidigt. Aber das Aussterben des investigativen Journalismus ist sehr wohl zu beklagen.
Freilich, das hat Daniel Erk nicht getan, sondern die Fiktion aufgestellt, man könne einem breiten Publikum Fakten ohne Interpretation als Grundlage für Meinungsbildung bieten.
Dabei sollte doch spätestens seit „Yes Minister“ bekannt sein, dass durch Informationsüberflutung jedes Urteil unmöglich gemacht werden kann.

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