Wahl in der Krise

Die ZEIT hat dazu einen Essaywettbewerb ausgeschrieben. (Und dann eine Arbeit als beste ausgewählt, die kein Essay ist. So viel zu Bildungsstandards.) Es sind 870 Beiträge eingegangen, 12 davon hat die ZEIT veröffentlicht. Manche davon werden bereits diskutiert. Es sind bedenkenswerte Texte, aus verschiedenen Gründen. Ich werde darauf zurückkommen.

Die Bundesbürger hatten die Wahl in der Krise. 72% der Wahlberechtigten haben gewählt. Es standen nicht die von den Essayschreibern genannten Wahlmöglichkeiten zur Wahl, sondern Parteien. 48,4% von ihnen haben CDU/CSU oder FDP gewählt und damit dieser Koalition eine klare Mehrheit verschafft.
Man kann sagen, mit der FDP ist der Bock zum Gärtner gemacht worden, denn sie hat ja gerade die Prinzipien angepriesen, die in die Fianzkrise geführt haben. Man kann aber auch sagen: Jetzt müssen die die Suppe auslöffeln, die sie eingebrockt haben (nnders als beim Beginn der Weimarer Republik 1918/19).
Was hat die FDP in der Opposition gelernt, was die Union in der Regierung? Werden sie den Forderungen der Finanz- und Industrielobbyisten einfach folgen, wie sie es 2005 angekündigt haben?

Jedenfalls haben sie jetzt die Wahl, wie sie regieren wollen.
Wollen sie weiter die Macht demokratisch gewählter Regierungen beschneiden oder wollen sie sich wieder Spielraum für politische Entscheidungen erarbeiten, so wie Merkel und Steinbrück beim G 20-Gipfel in Pittsburgh es versucht haben?
Es wird interessant werden. Trotz allen Fehlentscheidungen, die vorprogrammiert scheinen (wie z.B. der Ausstieg aus dem Atomausstieg).
Kein Grund zu Politikverdrossenheit, sondern Grund, sich einzumischen, so wie es Mitglieder und Wähler der Piratenpartei getan haben.

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