Wer bin ich? (2)

Bei meiner vorigen Argumentation habe ich (absichtlich) vorschnell die Möglichkeit verworfen, dass man beides ist: so, wie man sich von innen sieht, und so, wie man von außen gesehen wird. Ganz krasse Abweichungen dieser beiden Bilder für entscheidende Bereiche sind außergewöhnlich, meist krankhaft.
Aber selbstverständlich gibt es immer gewisse Abweichungen von Innen- und Außensicht, und es lohnt sich, seine Innensicht durch Urteile von außen in Frage stellen zu lassen. Gegebenenfalls kann man dann versuchen, sie zu korrigieren.
Einen Test, wie man von außen gesehen wird, kann man hier in die Wege leiten.
Speziell für Lehrer gibt es bei schule.net eine Möglichkeit sich von Schülern anonym, aber nicht-öffentlich bewerten zu lassen.

Allerdings habe ich einen Bereich, der es schwerer macht, die Identität einer Person zu bestimmen, weggelassen: das Unbewusste und das Unterbewusste. Schon vor Freud haben manche einiges davon gesehen. Erst seit Freud ist zumindest ein Grobverständnis der Bedeutung des Unterbewusstseins Allgemeingut geworden.

Auch in einem anderen Bereich habe ich zunächst das Verwirrende betont: bei den Erkenntnissen der Gehirnforschung.
Der Widerspruch zwischen Selbsterfahrung und den Erkenntnissen der Gehirnforschung ist nämlich nicht so bedeutsam, wie manche Gehirnforscher ihn darstellen. Denn – wie jede Wissenschaft – so betrachtet auch die Gehirnforschung nur ein Teilsegment der Wirklichkeit und das mit spezifischen, speziell für diesen Bereich entwickelten Methoden. Niemand wird von der Soziologie Erkenntnisse über den Aufbau des Atomkerns erwarten noch von der Physik eine Analyse von Rollenkonflikten.
Freilich behandelt die Gehirnforschung nicht etwa einen Bereich, der mit Psychologie, Pädagogik, Anthropologie und Philosophie nichts zu tun hat. Daher müssen diese Wissenschaften ihre Erkenntnisse einbeziehen und gegebenenfalls ihre bisherigen Annahmen korrigieren. Dazu später mehr.

Vorläufig halte ich an dieser Stelle ein Link zur Psychotherapie als Seelenaufräumungsmittel fest. Die darin angesprochenen Fragen sind m.E. durchaus interessant, ich werde sie vermutlich auch später nur sehr unvollständig behandeln.

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