Massiver Fehlstart von Googles „Buzz“

Der gewalttätige Ex-Mann einer US-Amerikanerin wurde wegen regelmäßiger E-Mail-Kontakte automatisch der Freundesliste der Frau hinzugefügt – und fortan über all ihre sozialen Online-Aktivitäten informiert. Der inzwischen nicht mehr allgemein zugängliche Blogeintrag, in dem die Frau über ihre Erfahrungen berichtet, trug die Überschrift „Fuck you, Google“. Der Dienst habe dem gewalttätigen Ex ohne ihr Wissen ihren Aufenthaltsort und ihren aktuellen Arbeitsplatz verraten.

Dies berichtet Spiegel-online über das merkwürdige „soziale Netzwerk“, Buzz, das Google den Nutzern seines E-Maildienstes aufdrückte. Man musste schon sehr aufpassen, wenn man herausfinden wollte, wer da plötzlich alles mitlesen konnte, was man in diesem Dienst schrieb.
Trotz drei größeren Änderungsaktionen in vier Tagen kann von diesem Dienst weiterhin nur abgeraten werden. Denn – wie Spiegel-online weiter berichtet: „Auch weiterhin wird Buzz standardmäßig öffentlich machen, wessen Äußerungen ein Nutzer folgt und wer ihm selbst zuhört. Das ist etwa beim Kurznachrichtendienst Twitter genauso – doch die Privatsphäre-Ansprüche an den eigenen E-Mail-Account sind andere als die, die man an Social-Media-Dienste wie Twitter stellt.“

Ich selbst musste feststellen, dass schon auf die erste vorsichtige Testäußerung, die ich über diesen Dienst an eine Person richtete, die erstaunte Reaktion eines entfernten Internetbekannten eintraf, der sich wunderte, dass ich ihn mit einer solchen Mitteilung behelligte.
Jetzt muss ich damit leben, dass ich unfreiwillig mehr als einer Person mitgeteilt habe, dass mich jemand um die Interpretation eines Hölderlingedichtes gebeten habe.
Vielleicht will ich aber nur das Gerücht weiter verbreiten und schreibe deshalb etwas über Buzz?
Jedenfalls ist Buzz für mich zumindest so lange out, bis ich höre, dass es sich entscheidend gewandelt hat. Aber auch Google sehe ich jetzt eher als Datenkrake denn als freundlichen Dienstleister. Diese Fehlleistung von Google übertrifft die von Microsoft mit seinem Betriebssystem Vista.

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Eine Antwort to “Massiver Fehlstart von Googles „Buzz“”

  1. Anntheres Says:

    Richtig… Bei mir hatte sich das System zwar nur 3 Teilnehmer ausgesucht, mit denen ich regelmäßig in Kontakt bin, hatte aber automatisch das Webalbum und auch Twitter und Facebook integriert.
    Das Abschalten war auch nicht so einfach und mußte mehrfach bestätigt werden, denn wer will schon alle seine Tweets auch nochmal im Mailkonto haben…;-(( Schwachsinn..
    Jetzt kann man seine Buzz auch privat stellen und noch eine weitere Einschränkung für Gruppen vornehmen. Trotzdem bin ich hier jetzt sehr misstrauisch geworden. In einer anderen Community hatte ich schon mal die Situation, dass es alle meine Kontakte aufgesogen und automatisch Einladungen versandt hatte. Ich hatte eine Weile Huddel, bis das abgestellt war, denn das Ding sandte auch noch Mahnungen sich anzumelden… Hier habe ich jetzt keine Rückmeldung bekommen, dass jemand Einladungen zu Buzz von mir erhalten hat, aber vielleicht weiss ich es ja gar nicht…;-((.

    Naja, zwischen den Fehlleistungen von Google und Microsoft mit Vista ist schon ein Unterschied… Aber das ist eine andere Baustelle…;-))

    Liebe Grüße
    Anntheres

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