Flüchtlinge

Ein russischer Tanker dreht bei, eine Frau klettert die ca. 7 Meter hohe Strickleiter an der Schiffswand herauf, stürzt ab und wird an den Haaren aus dem Meer gefischt. Bei einem zweiten Versuch gelingt es ihr, an Bord zu kommen.
Ein Journalist hat mit einem Hilferuf über Satellitenhandy die Seenotrettung für ein Flüchtlingsschiff alarmiert, auf dem er mitgefahren ist, um über solche Flüchtlingsfahrten von Afrika zu den kanarischen Inseln zu berichten.
Als sie gerettet sind, erhält er alle notwendige Betreuung. Die Flüchtlinge, darunter die Frau mit ihrem Baby, wird wieder nach Afrika zurückgeschickt.
Sie werden es wieder versuchen.

Ricardo Dominguez ist es gelungen, das GPS-System des Motorola-i455-Handys geknackt und Hinweise auf Wasserstellen in der Wüste zwischen Mexiko und den USA einprogrammiert. Das so umgebaute Handy nennt er Transborder Immigrant Tool und will es an mexikanische Flüchtlinge verteilen lassen, damit diese eine größere Chance haben, diese Wüste zu durchqueren, ohne zu verdursten. (vgl. auch taz vom 19.11.09).

Es ist noch unklar, ob dies Hilfsmittel für illegal erklärt werden wird.

Abschreckung mit äußerster Lebensgefahr, das ist das Mittel, das die Industriestaaten, vornehmlich die USA und die EU, einsetzen, um ihre Bevölkerung vor dem „Eindringen“ von Flüchtlingen zu schützen.

Abschreckung mit äußerster Lebensgefahr, das ist das Mittel, das die Industriestaaten, vornehmlich die USA und die EU, einsetzen, um ihre Bevölkerung vor dem „Eindringen“ von Flüchtlingen zu schützen. Dafür setzen sie komplizierte elektronische Abwehrsysteme ein. Die Randstaaten der EU werden verpflichtet, dafür nachzurüsten. Jetzt halten Helfer der Flüchtlinge gegen.
Was sagen wir zu dem, was man tut, um uns vor Flüchtlingen zu schützen?

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Eine Antwort to “Flüchtlinge”

  1. Thomas Says:

    Sie werden sich nicht abhalten lassen. Gegen Verzweiflung und Hoffnung kommt keine Elektronik an. Habe gerade das hoch spannende Buch „Als Blinder Passagier“ gelesen. Darin erzählt ein afrikanischer Flüchtling seine persönliche Geschichte. Was er erlebt hat, was Flüchtlinge über Monate oder gar Jahre erleiden, das würde der Durchschnittseuropäer keine Woche durchhalten.

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