Von Kant zu Nietzsche und Freud

Kants Erkenntnis, dass wir nicht die Welt an sich erkennen, sondern nur die Welt, wie sie sich unserem Verstande darbietet, regte Schopenhauer dazu an, einen ganz neuen Ansatz zum Weltverständnis zu suchen.

Die Erscheinungswelt ist gar nicht die Welt an sich, aber das, was uns im Leben bestimmt, ist ja aber auch gar nicht das Äußere, sondern der Wille, der uns immer wieder vorantreibt. Wenn man diesen unvernünftigen Willen überwindet, dann erst lebt man weise.

Nietzsche will den Pessimismus Schopenhauers überwinden und hält dagegen: Gerade der Wille ist gut. Es ist gut, leben und gestalten zu wollen. Der Weg zu fröhlichem Gestalten wird uns durch eine Philosophie des Mitleids (Schopenhauer) und der christlichen Nächstenliebe (Zuständigkeit gerade für den Armen und Schwachen) verstellt. Deshalb gilt es diese zu überwinden und einen Willen zur Veränderung (Wille zur Macht) zu entwickeln.

Freud dagegen setzt bei Schopenhauers Vorstellung vom Willen an. Wodurch entsteht der? In uns sind Triebe angelegt, die nach Erfüllung drängen. Dagegen aber stehen die Vernunftregeln der Gesellschaft. Unser persönlicher Wille entwickelt sich aus einem „Kompromiss“ zwischen Gesellschaftsforderungen und Trieben. (Wenn man die Triebe freilich allzu stark unterdrückt, wandern sie ab ins Unterbewusste und wirken von da aus besonders zerstörerisch, weil ungehindert.)

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