Schlechte Nachrichten

Ackermann sammelt freiwillige Kredite der Banken für Griechenland: Das ist schlecht, weil 1. das Risiko letzlich doch der Staat trüge 2. Griechenland die Zinsen an die Banken zahlte, nicht an die EU-Staaten 3. vermutlich nur ein PR-Trick vorliegt (In den Mittelstandsfons, für den Ackermann auch angeblich Geld eingesammelt hat, hat keine Bank etwas eingezahlt, nur die Deutsche Bank 300 Mill. €. Die hat daraus freilich noch keinen Cent Kredit ausgegeben.) vgl. FR v. 3.5.10, S.4 und Nachdenkseiten

Die Schuldenbremse wirkt: Um die grundgesetzlich festgelegte Regelung zu umgehen, will die Bundesregierung nämlich Zahlungen an die Arbeitslosenversicherung als Kredite ausgeben. Das sind Buchungstricks, wie Griechenland sie betrieben hat, um seinen EU-Nachbarn vorzutäuschen, dass es die EU-Regeln erfülle. – Schimm, dass die Schuldenbremse schon so rasch eine so gefährliche Folge gehabt hat! vgl. FR v. 3.5.10, S.5

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4 Antworten to “Schlechte Nachrichten”

  1. neglectable Says:

    Ich empfehle Dir, einzusteigen: todsichere Sache, griechische Bonds. Lies Dir meinen letzten Artikel durch und Du weißt wieso.

  2. apanat Says:

    Um niemanden zu verwirren: Das meint neglectable natürlich nicht ernst.
    Schließlich sind Anleihen an Griechenland nur für große Banken eine sichere Einnahmequelle, da ihre Verluste – weil sie „systemrelevant“ sind – durch den Staat aufgefangen werden.
    Das Problem dabei ist, dass die Banken in diesem wie in den Fällen, die zur Finanzkrise geführt haben, keine (!) Bonitätsprüfung durchführen, weil sie sich darauf verlassen, dass der Staat für alle möglichen Verluste aufkommen wird.
    Das Fatale: Die Ratingagenturen bereiten durch Herabstufung eines Staates den Angriff auf seine Währung vor, und die Banken sahnen dann auf Kosten der anderen Staaten ab. – Dem muss unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden!
    Die schlechte Nachricht: Die Staaten bleiben untätig, weil die Politiker die Auseinandersetzung mit den Finanzmanagern fürchten und Aktivität vorzutäuschen suchen, wo sie sich nur zum Diener der Banken machen.

    • neglectable Says:

      Eigentlich nicht, ich meine es ernst. Die Zusage Europas, Griechenland in jedem Fall mit Geld zu versorgen, ist eine Sicherung für alle Gläubiger. Das Fatale ist vielmehr, daß die Auslösung durch den Schuldner wiederum kreditfinanziert ist – ein Teufelskreislauf also, aus dem der Schuldner nur ganz schwer wieder rauskommt.
      Andererseits würde der Einkauf von griechischen Bonds auch wieder Liquidität und damit Vertrauen schaffen. Das stabilisiert die Lage und senkt auch die Zinsen – worauf die Beurteilungen sich erholen dürften. Ich halte es wirklich für eine recht sichere Anlage – und derzeit noch Renditeträchtig.
      Übrigens ist das auch der Grund, warum etwa Ackermann und andere „Promis“ diesen Weg bewerben.
      Unsicherheit entsteht nun eher durch die aggressive (wenn auch vielleicht verständliche) Uneinsichtigkeit der Griechen gegenüber den Folgen der IWF-Auflagen.

  3. apanat Says:

    Die Folgen der IWF-Auflagen waren in Argentinien wirtschaftlicher Niedergang. Erst als es sich davon befreit hat, ging es wieder aufwärts.

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