Zukunft für unsere Kinder?

Der Politologe Franz Walter stellt in Spiegelonline eine Studie des DIW vor, wonach die Mitglieder der Mittelschicht Deutschlands sich Sorgen um ihren sozialen Status machen. Er knüpft daran den Gedanken, dass sie offenbar nicht so sehr um sich slbst besorgt seien, sondern Zukunftspanik für ihre Kinder empfänden.

Das Wort „Panik“  würde ich für mich ungern gelten lassen. Aber angesichts der Tatsache, dass die „Grenzen des Wachstums“ immerhin schon 1972 erschienen sind, der Klimawandel wenig später als ein Zentralproblem erkannt worden ist, scheint mir die Sorge, dass dies Problem nicht rechtzeitig genug weltweit angegangen wird, nur zu begründet.

Da ich zudem den Eindruck habe, dass in Deutschland gegenwärtig zwar allerseits ein Mangel an Fachkräften beklagt wird, durch Deregulierung aber ein hohes Maß an Arbeitsplatzunsicherheit auch für Hochqualifizierte geschaffen wird, gilt meine Sorge durchaus auch der wirtschaftlichen Zukunft meiner Kinder.

Gesellschaftlich scheint mir aber das Bedrückendste, dass keine politische Kraft zu sehen ist, die in absehbarer Zeit irgendetwas dagegen tun könnte, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in unserer Gesellschaft so groß wird, dass Unzufriedenheit, stressbedingte Krankheiten und Verbrechen gefährlich ansteigen.

So viele Fußballweltmeisterschaften können gar nicht ausgetragen werden, wie man brauchte, um durch kurzfristige Euphorie über einen Titelgewinn (wie viele Staaten wären weit dringlicher als Deutschland auf diese Euphorie angewiesen?) die weltweit vorhandenen innergesellschaftlichen Spannungen zu überdecken.

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