Zweifel am Wachstum wieder entdeckt

Was seit 1972 (Grenzen des Wachstums) selbstverständlich sein sollte, nämlich, dass dauerndes exponentielles Wachstum notwendigerweise zum Zusammenbruch führen muss, wird in der Öffentlichkeit ständig als Schwarzmalerei denunziert, Wachstum als Voraussetzung für alle positiven Veränderungen bezeichnet. Die Finanzkrise brachte nur kurze Zweifel daran.

Jetzt ist aber das, was Nichtregierungsorganisationen seit Jahrzehnten vertreten, plötzlich mal wieder schick. 

Auf dem SPD-Parteitag Ende des Monats heißt es im Leitantrag zur Wirtschafts- und Finanzpolitik unter dem Stichwort neues Wachstum  „Wir müssen wieder zurückkehren zur Kultur der Nachhaltigkeit und der Leistung anstelle einer „Kultur“ des schnellen Geldes.“ (Dieser Antrag spricht von „neuem Wachstum“, die Antragskommission empfiehlt sogar, das Wort  Wachstum  ganz zu vermeiden und spricht von neuem Fortschritt.
Die ZEIT vom 23.9. widmet ihren Leitartikel zur Wirtschaftspolitik (S.23) den Wachstumsskeptikern.
Hoffen wird, dass das keine Eintagsfliege bleibt!

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