Migration, Populismus, Rechtsextremismus

Wenn Bürger Vorbehalte gegenüber dem Islam haben, wenn sie nicht gern Türken als Nachbarn haben, wenn sie fürchten, dass ihre Kinder in Klassen, wo deutsche Kinder in der Minderheit sind, schlechter Deutsch lernen und auch gemobbt werden können, so ist das kein Rassismus und kein Rechtsextremismus. Wer diese Reaktionen als normal ansieht und ihnen Rechnung trägt, ist längst kein demagogischer Populist.
Der Koran stimmt zwar in weiten Teilen mit der Bibel überein, aber er erschließt sich schlechter, weil die Suren nicht dem Inhalt, sondern der Länge nach geordnet sind (außerdem haben viele auch Vorbehalte gegenüber blutrünstigen Passagen im Ersten Testament, dem „Alten Testament“).
Unsere Wohnviertel lassen sehr deutlich eine soziale Gliederung erkennen. Auch wenn seit dem Rückgang der emissionsintensiven Industrien nicht mehr immer Westend und Eastend deutlich zu unterscheiden sind. Die Hanglagen mit dem freien Blick sind von Villen besetzt und sanierte Innenstadtgebiete werden schon aufgrund der erheblich erhöhten Mieten schon bald von sozial Schwachen verlassen. Auch in Istanbul wollen Ober- und Mittelschicht nicht mit Ostanatoliern Tür an Tür wohnen. Und „Kernbürger“ halten nicht selten deutliche Distanz zu den „Reingeschmeckten“.
Seinen Kindern zu wünschen, dass sie gut Deutsch lernen und dass sie vor Mobbing bewahrt bleiben, zeugt von Liebe zu ihnen, wie sie viele Kinder, die einfach mit Wohlstand abgespeist werden, vermissen.
Freilich, rund 80000 türkische Unternehmer und Selbstständige haben in Deutschland über 400000 Arbeitsplätze geschaffen, über die ein Umsatz von über 40 Milliarden Euro erwirtschaftet wird. Wer das ausblendet, sieht Migration viel zu einseitig.
Wer das Flüchtlingsproblem damit beantwortet, dass er lieber Tausende dem Tod des Ertrinkens aussetzt, als ihnen die Chance zu geben, bei uns ein neues Leben anzufangen, hat aus der deutschen Geschichte noch nicht gelernt und die Vorteile einer Verjüngung der Bevölkerung noch nicht begriffen.
Schließlich wandern seit zwei Jahren mehr Menschen aus Deutschland aus als einwandern. (vgl. Spiegel online)
Allerdings ohne Hilfen, die wir ihnen geben, können Migranten sich bei uns nicht integrieren. Da haben wir jahrzehntelang viel versäumt, und auch heute wird noch längst nicht all das getan, was erforderlich wäre.
Wer das anmahnt, gilt das freilich vielen als wirtschaftsfeindlicher Illusionist. Dabei müsste jeder bei nüchterner Rechnung erkennen, dass eine Gesellschaft sich nicht leisten kann, einen Anteil von zehn bis zwanzig Prozent ihrer Jugendlichen dadurch vom Arbeitsmarkt auszuschließen, dass sie die notwendigen Anstrengungen nicht aufbringt, sie an die notwendigen Bildungsvoraussetzungen heranzuführen. Denn an diesen Bildungsvoraussetzungen fehlt es beileibe nicht nur Migranten und ihren Kindern.
Freilich ganz ohne Bildungsabschluss bleiben von jugendlichen Türken mehr als von der Gesamtbevölkerung.

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