Die „verängstigte Generation“ ist politisiert

Cristina Odone bilanzierte den Studentenprotest gegen Studiengebühren in Großbritannien am 26. November 2010 im Telegraph:

Generation Scared follows the Class of 68 out onto the streets.
We should welcome the fact that our young people have become quietly politicised.

Die Generation Scared (verängstigte Generation) geht wie die Studenten von 1968 auf die Straßen. Wir sollten uns freuen, dass sich unsere Jugend unauffällig politisiert hat.
Man glaubte schon, meint Odone, die Rentnergeneration werde jetzt die politischen Debatten bestimmen. Umfragen hatten gezeigt, dass die Jugendlichen sich Sorgen wegen des Klimawandels machten. Dass 13- und 15-Jährige sich über so handfeste Fragen wie Studiengebühren aufregen würden, hatte man nicht erwartet.
Die Generation Scared hat nicht das Sicherheitsgefühl der 1990er Jahre, als die Atomkriegsgefahr überwunden war und keine Terroristen zu sehen. Sie sind aufgewachsen mit dem Klimawandel und dem ständigen Hinweis „Ihr könnt etwas ändern“. Sie erfahren die Unsicherheiten, die durch die Atommacht Nordkorea, den möglichen Staatsbankrott von EU-Staaten und eine schier unvorstellbar große Ölkatastrophe entstehen.
Als Nick Clegg, der Führer der Liberaldemokraten, seine Versprechungen machte, waren sie Feuer und Flamme. Umso empörter waren sie, als er jetzt sein Wahlversprechen, die Studiengebühren nicht zu erhöhen, nicht einhielt.

Wir sollten uns freuen, meint Odone, dass die junge Generation so viel Enthusiasmus und Energie an den Tag legt.

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