Folgen der Demokratisierung

Die Diktatoren halten die Flüchtlingsströme nicht mehr zurück. (Spiegel online 13.2.11):

Die italienische Regierung fürchtet gar, das die Situation außer Kontrolle gerät – und bittet die Europäische Union um Unterstützung. Brüssel solle „umgehend“ Einheiten der EU-Grenzschutzagentur Frontex nach Tunesien schicken und diese entlang der Küste patrouillieren lassen, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums in Rom.

Die Bewohner von Lampedusa haben „Angst, dass die Touristen ausbleiben, weil sie ihren Urlaub nicht hautnah am Flüchtlingselend verbringen wollen. So war es in den Sommern 2008 und 2009. Als binnen eines Jahres 20.000 Iraker und Afghanen, Kurden, Senegalesen, Nigerianer und viele andere Lampedusa als Tor zu Europa nutzen wollten, hatten die über dreißig Hotels der Insel viele leere Betten. […]
Die Wirtschaft dieser Länder müsse gefördert werden, damit die jungen Menschen Jobs und Entfaltungsmöglichkeiten fänden und sich nicht gezwungen sähen, ihr Land zu verlassen. Ähnliche Vorschläge gibt es seit vielen Jahren. Doch nie haben die EU-Staaten auch nur ansatzweise daran gedacht, die Südküste des Mittelmeeres wirklich in ihre langfristige politisch-ökologische Strategie einzubauen. Eine ordentliche Summe Geld floss, mit dem sich die Oberschicht die Taschen füllte. Das war es. Mehr brauchte es auch nicht. Denn dort sorgten ja Diktatoren für die erwünschte Ruhe.“ (Spiegel online 13.2.11)

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