Generationenübergreifendes Lernen

Christian Spannagel hat im Zuge seiner opco11-Veranstaltung (http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Cspannagel/opco11)
die Diskussion im Etherpad angestoßen, die ich hier ungeordnet herstelle. Bis Mittwoch 18:00 soll das Ergebnis da sein (das natürlich ein Anstoß zur weiteren Diskussion sein soll).

Sammelt hier Ideen und vor allem auch Links zu bestehenden Ansätzen für gemeinsames Lernen von Jung und Alt im IT-Kontext!
  • Plattform, die Senioren beim Online-Lernen unterstützen möchte: http://www.senioren-lernen-online.de –> Nun, hier helfen sich zwar Ältere und noch nicht ganz so Alte gegenseitig: Aber im Sinne der Aufgabe „generationsübergreifend“ ist das wohl nicht!? Muss denn Lernen „generationsübergreifend“ stattfinden? Wollen Jüngere überhaupt von den Alten lernen? Lassen sich Alte von den jungen „Hupfern“ gern was beibringen? Und bedeutet Lernen für Alte nicht etwas ganz anderes als für Junge? Sprich: Junge lernen möglicherweise hauptsächlich, um im Leben voranzukommen, einen guten Beruf ergreifen zu können, Karrierre zu machen und Geld zu verdienen. Das ist aber für Alte meistens kein Thema mehr. Die altersbedingten Lerngründe stimmen. Wenn jedoch der Kursinhalt, wie zB bei Deutsch als Fremdsprache, im Vordergrund steht, wird das Lernen mit digitalen Medien als Technologie unterstütztes Lernen empfunden. In dem Falle wird generatiosübergreifend gearbeitet. Technologische Schwächen werden von der Kompetez der Jüngeren ausgebügelt und erklärt. Die Älteren haben  erstaunlicherweise mehr Lernstrategien, die sie gerne weitergeben. Es herrscht ein natürliches Geben und Nehmen, um dem gemeinsamen Lernziel, dem Beherrschen einer Fremdsprache, näher zu kommen.
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  • Angebote, wie sie SLO bringt gibt es leider zu wenige. Das mag auch daran liegen, dass bei denkbaren Interessenten zu wenig ITG vorhanden ist. Diese Grundbildung sollte nach meinen Erfahrungen für ein Online-Lernen aber unbedingt vorhanden sein. Ich habe mich vor einiger Zeit einmal für ein mehrstufiges Vorgehen ausgesprochen:
    • Angebote, wie sie SLO bringt gibt es leider zu wenige. Das mag auch daran liegen, dass bei denkbaren Interessenten zu wenig ITG vorhanden ist. Diese Grundbildung sollte nach meinen Erfahrungen für ein Online-Lernen aber unbedingt vorhanden sein. Ich habe mich vor einiger Zeit einmal für ein mehrstufiges Vorgehen ausgesprochen: http://www.bloggerpatenschaften.de/senioren-ins-netz-vom-auto-lernen/
    • Schüler lernen englisch über Facebook http://vimeo.com/24377748. Das könnte man auch nutzen, um die Englisch-Kenntnisse der Älteren zu verbessern. Dabei würden die Jüngeren die Rolle „Lehrer“ übernehmen. –> Aber wie  erreicht man es, dass internetferne Seniorinnen und Senioren, die  vielleicht noch nicht einmal einen eigenen Computer haben, solche Ideen  auch umsetzen können? –> Ja, das ist eines der Probleme ;=). Sollten wir drüber nachdenken. –> Genau darum soll es hier gehen! Also: Wer hat Ideen?
    • Deutsch lernen über Weblog (Text und Audio) http://deutschstunde.posterous.com/. (vgl. auch Spanisch Lernen für Ausländer über Weblog http://ssl4you.blogspot.com/ = Vorbild für Deutschstunde) Dieses Konzept sichert u.a. die richtige Aussprache der fremden Sprache. –> Aber wie erreicht man es, dass internetferne Seniorinnen und Senioren, die vielleicht noch nicht einmal einen eigenen Computer haben, solche Ideen auch umsetzen können?–> Ja, das ist eines der Probleme ;=). Sollten wir drüber nachdenken. –> Genau darum soll es hier gehen! Also: Wer hat Ideen?   Ach toll, dass ihr meinen Weblog deutschstunde hier nennt, nur zu Information, das ist der Blog einer Seniorin.
    • Egal, welche Musik wir spielen: Alle oben genannten Beispiele zeigen, dass es bei ITG (=Informationstechnologische Grundbildung) nicht um die Technik von Computer und Internet  (z.B. EVA-Prinzip, RAM, ROM, URL usw.) geht, sondern um die Nutzung derselben (=was kann ich damit tun, wie verbessert es meine Situation usw.).
    • Wichtig ist m.E. die Vernetzung mit anderen Bereichen der Seniorenarbeit wie: Seniorenbeiräte, Mehrgenerationenhäuser, Vereine für gegenseitige Hilfe, Ehrenamtsbörsen u.a.
    Anntheres:
    Horst hat mich gebeten meine Gedanken noch einmal hier mit einzubringen, weil es im Chat nicht so gut lesbar ist. Also kopiere ich es nochmal hier mit ein….und ergänze…
        • Egal, welche Musik wir spielen: Alle oben genannten Beispiele zeigen, dass es bei ITG (=Informationstechnologische Grundbildung) nicht um die Technik von Computer und Internet  (z.B. EVA-Prinzip, RAM, ROM, URL usw.) geht, sondern um die Nutzung derselben (=was kann ich damit tun, wie verbessert es meine Situation usw.).
        • Wichtig ist m.E. die Vernetzung mit anderen Bereichen der Seniorenarbeit wie: Seniorenbeiräte, Mehrgenerationenhäuser, Vereine für gegenseitige Hilfe, Ehrenamtsbörsen u.a.
        Anntheres:
        Horst hat mich gebeten meine Gedanken noch einmal hier mit einzubringen, weil es im Chat nicht so gut lesbar ist. Also kopiere ich es nochmal hier mit ein….und ergänze…
        • Ihr diskutiert hier über Dinge, die in den meisten Städten schon bestehen. In  unserem Kreis gibt es bereits Mehrgenerationenhäuser, auch mit  PC-Ausstattung, ebenso Projekte Schüler mit Senioren. Theoretische Konzepte für eine Förderung sind dort jeweils vorhanden, aber es mangelt an Konzepten für die Ausführung. Auch ist in vielen Fällen eine verlässliche Betreuung nicht gegeben. In Altenheimen kommen zu Anfang ein paar Schüler – dann schläft die Sache wieder ein. Es bleibt also beim Spieleffekt… –> Wie könnte man hier mehr Nachhaltigkeit mit hineinbekommen?
        • Projekte an Schulen: Einen PC-Raum einer Schule zu nutzen, ist meines Erachtens gar nicht unbedingt so sinnvoll. Die Technik ist häufig veraltet, das Internet grottenlahm und die Programme, die man zu Hause hat, nicht vorhanden. Vermittelt wird maximal Internet, OpenOffice Writer und Web.de – direkt im Browser. Selbst wenn die Senioren zu Hause einen PC haben, sieht der wieder ganz anders aus und es fehlt einfach die Orientierung. Man muss es aktuell auch zu Hause umsetzen können, was man  lernt. Und daran scheitert es in den meisten Fällen. Die Schüler gehen oft so an die Sache heran: Was wollen Sie wissen?? Weiss man als Anfänger, was man wissen sollte und wonach man fragen muss?? Wir haben solche Projekte beobachtet – sie bringen die Senioren in den meisten Fällen nicht sonderlich weiter, weil zu wenig Struktur vermittelt wird.
        • Senioren-Internetcafes: In  unserem  Senioren-Internetcafe haben wir …

         

Ein Blick in die Fortsetzung des Beitrags von Anntheres:
… Wir sind alle über 60 – in anderen Einrichtungen ist das auch so. Weder VHS noch Schülerprojekte können das vermitteln. Wenn sie ein gewisses Grundwissen erworben haben, tauschen sie sich auch mit den Kindern und Enkeln aus und erleben eine neue Wertschätzung…Das ist sehr wichtig!!! Irgendwann können sie dann selber auch Wissen vermitteln und das ist ein sehr befriedigendes Gefühl! Also – bleiben wir dran…! Anntheres

•PS: Hier noch ein paar Beispiele für gutes Arbeiten:
•http://www.mausmobil-koblenz.de/artikel/3-presse/58-maus-mobil-koblenz-die-flotten-maeuse-ev
•http://www.altenheime-leverkusen.de/html/Internetcafe.html
•http://www.senioren-in-lohmar.de/home/kirchen/mousemobil-in-lohmar/245-start-eines-mousemobil-projektes-in-lohmar-
•http://seniorenforum-wuerzburg.de/?p=6695
•http://homepage.alice.de/pckurs/
•http://www.awo-bielefeld.de/index.php?id=77
•http://anntheres.wordpress.com/

•Es gibt aber in ganz Deutschland viele gute Einrichtungen, die sich sehr bemühen.
und eine übergeordnete Initiative:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Digitale-Welt/Digitale-Gesellschaft/internet-erfahren,did=299118.html

Allerdings: Projekte Jung und Alt sind meist nur sporadisch – nicht über einen
längeren Zeitraum kontinuierlich und verlässlich – anzutreffen.

•Denkbar interessierte Ältere (=bisher Nicht-Online) wollen eventuell keine ITG, da sie darin keinen Nutzen sehen. Man kann nur Lernen, wenn man WILL.
•Alle denkbaren ANgebote müssen das berücksichtigen und von individuellen Fragen und Problemen ausgehen. Spezielle Lernprogramme sind selten nützlich ;=((.

Und weiter läuft die Diskussion. Am Mittwoch bis 10:00 soll das Ergebnis da sein.
Was sich bis dahin noch tut?

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