Generationenübergreifendes Lernen: Projektideen

aus Gruppe Generationenübergreifendes Lernen in Spannagels Festival vom 22.6.2011 in OpenCourse 2011 (upstream)

Aufgabenstellung
Ihr seid das Leitungsteam eines Seniorenwohnheims und habt die Möglichkeit, 10.000 EUR für eine Computerausstattung zu bekommen, wenn ihr ein tragfähiges Konzept für generationenübergreifendes Lernen vorschlagt. Einigt euch auf max. 3 Projektideen, die eurer Meinung nach eine hohe Chance auf Förderung haben! Vergesst nicht, zunächst einen Bandleader in eurer Gruppe zu bestimmen.
–> Noch eine Gedankenanregung: Die Technik ist die eine Seite, die Beratung/Unterstützung/Hilfe eine andere. Das ist das Wesentliche am Konzept! Unten steht hierzu überwiegend „Ehrenamtliche Hilfe“. Das ist wichtig und richtig, aber gibt es noch andere Möglichkeiten? Innovative Ideen zur Kooperation mit anderen Einrichtungen/Vereinen/..?

Auch da sind ehrenamtliche Mitarbeiter – Vereine, Awo, Caritas usw. wäre sonst kaum zu stemmen… finanziell…Im Rheinland ist die Awo sehr aktiv…
Die Teilnehmer von Internetcafes zahlen einen kleinen Betrag zum Unterhalt der Einrichtungen.

Projektidee 1:
Gemeinschaftlicher PC-Raum
Ausstattung:
4-5 PC mit Großbildmonitoren m. Ton, ein zentraler Laserdrucker – Farbe
Tische, gute PC Stühle, evtl. ein Fernseher mit Set-Top-Box.
Evtl. Headsets
Netzwerkanschluss über DSL
Anschaffung von Lernsoftware und Literatur
Erstellung von kleinen nützlichen Anleitungen
Öffentlichkeitsarbeit

Voraussetzung: mindestens eine kundige ehrenamtliche Person, bei Bedarf der Einsatz von Schülern, die helfend und anleitend zur Seite stehen.
Die Einweisungen finden nur an bestimmten Tagen statt. Wer den PC allein nutzen kann, hat freien Zugang zu den Geräten.
Nachteil: Das Angebot kann nur von Bewohnern genutzt werden, die noch entsprechend mobil sind.
Vorteil: Die großen Bildschirme können auch bei Seheinschränkungen noch genutzt werden.

Projektidee 2:
Mobiler Einsatz:
Ausstattung:
4-6 Laptops m. großem Bildschirm zum mobilen Einsatz,
1 Standard-PC-Platz mit Drucker mit Anschlüssen (Switch) zum Drucken über die Laptops sowie Headsets für Internettelefonie
WLAN-Anschlüsse im Haus oder mit mobilen Surfsticks je nach Bedarf.
Anschaffung von Lernsoftware und Erstellen von Lernzetteln, die die Nutzer behalten dürfen.
Öffentlichkeitsarbeit
Voraussetzung: Ehrenamtliche Personen – Schüler und/ oder Senioren, die den Bewohnern in den eigenen 4 Wänden das Internet und den PC nahebringen wollen. Hier ist auch eine gewisse Sozialkompetenz gefragt.
Termine müssen individuell vereinbart und wahrgenommen werden.

Projektidee 3:
Mobiler Einsatz:
Anschaffung von 15 – 18 Tablet-PCs (z.Z. iPad) (=rund 9000 €)
sowie Headsets
Ausstattung des Hauses mit WLAN-Point (=500 €, oder?)
Geräte können von den Bewohnern bei Bedarf ausgeliehen werden.
Vorteil: Flexible Nutzung für alle Interessierten.

Nachteil: Bei Seheinschränkungen nicht günstig.Das kommt drauf an, für manche ist das gestochen scharfe Display und die Touch-Vergrößerung schon eine Hilfe.

Voraussetzung: Einweisung erfolgt durch ein ehrenamtliches Team aus Senioren und Jüngeren (auch Schülern). Auch hier ist eine gewisse Sozialkompetenz gefragt.

Für die Grundfunktionen sollte eine übersichtliche Kurzanweisung erstellt werden.

Termine müssen individuell vereinbart und wahrgenommen werden.

Bitte eigene Ideen bzw. Verbesserungsvorschläge unterbreiten!!

Projektidee 4: SeniorCamp alias BarCamp im Seniorenheim (gewonnen aus den ersten dreien)
Mobiler Einsatz:
Anschaffung von 15 netbooks, die man ggf. an einen großen Bildschirm, Maus und Tastatur anschließen kann, aber auch beim TV nebenbei nutzen kann, Headsets
Ausstattung des Hauses mit WLAN-Points (=500 €, oder?), damit die Geräte sowohl in den Gemeinschaftsräumen wie in den Zimmern genutzt werden können (fehlende Geräte können von den Bewohnern bei Bedarf ausgeliehen werden – eigene Geräte können mitgebracht werden (Kaufberatung wäre internteressant)
Kosten:
•Net- bzw. Notebooks (ggf. iPads – muss aber nicht sein)
•Einrichtung WLAN für Seniorenheim
•Teletutoren (10€/Stunde [übernommen von unten] 3 Tage/Woche à 4h)
◦Kosten 1 Tutor/Woche 120€

Hinweis:
Manche Hochschulen machen derzeit gezielte Seminare im Kontext Seniorenbildung (z.B. PH Heidelberg). Dort kann man auch für die Startphase Tutoren auf freiwilliger Basis gewinnen (siehe Artikel Rhein-Neckar Zeitung)

(Dazu müssen die Senioren aber wohl noch mobil sein…;-)) -Nicht zwingend, Seminarteilnehmer kommen zu den Senioren und tutorieren (aktuell…Master E-Learning und Medienbildung)

Für wie lange? Kontinuiät ist wichtig…
Gehen wir mal davon aus, dass sich die Leute, die sich dort melden das wirklich wollen und auch am Ball bleiben. Was spricht den dagegen dies als Anschub zu sehen und nach sagen wir 2 Monaten können die Senioren „alleine im Netz und am Pc laufen“?
(Dann haben sie grade mal eine kleine Grundlage mehr nicht! Muss nicht. Wenn jemand wirklich gut erklärt, und der andere wirklich interessiert ist, kann das klappen.)

These: Einer aus der Gruppe wird sehr schnell fit sein, und unterstützt im Nachgang. Und ab und zu kommt ein externer Tutor dazu … z.B. aus einem Senioren PC Club, vgl. Links weiter oben.

Konzept:
Lerning by doing,
TeletutorInnen (€ 10/’Stunde – HiWis) stehen zu festen Zeiten (3 Tage à 4 Stunden) zur Verfügung und können als persönliche Coachs angefragt werden. Zimmer oder Wohnbereich, je nach Bedarf.

Einmal die Woche ein Opener: In 20 Minuten Impuput zeigen, was geht, Lust wecken. Qualifikation: Fähigkeit, die Dinge zu Schritt für Schritt erklären (nicht einfach nur auf die Buttons drücken) Geduld, Sprachfähigkeit

-Mögliche Themen:
•Grundsätzliche Einführung in Nutzung (Maustraining)
•Vielleicht auch erst einmal Interesse am Internet wecken? (YouTube Videos kamen bei meinen Großeltern sehr gut an 😉 Kann ich mir gut vorstellen. Also erst einmal grundsätzliches Interese wecken, dann grundlegende PC-Nutzung, Internet bzw. Email (für Mails mit den Enkeln ;-)) Ja, vielleicht den persönlichen Nutzen aufzeigen. Meine Großeltern waren ganz begeistert, dass sie ihre Musikstars sehen konnten (auch alte Videos) … 😉

Einmal die Woche oder pro Monat: BarCamp – die TeletututorInnen übernehmen die Rolle der Themeneinbringer, bis die ersten Senioren so weit sind, es (zunächst unter Hilfe der Teletutoren) selbst zu tun. (weiter unter http://ietherpad.com/Ff8RZFqbni )

Aus dem Chat:
Claudia B.: kommt ihr rüber??? wir warten in adobeconnect auf dei Zusammenfassung
StinaSch: würde ich gerne, aber bei mir fehlt ein plug in und der installiert das …. nicht
Frieder : …. Danke für die Anregungen!
17:58 Claudia B.: haben wir euch vergessen? Ist jemand von euch in Adobe?

Blogkommentar von ukrope (Danke für die Tipps! – Technik ist nicht alles, aber wenn schon Technik, dann die richtige.)

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Eine Antwort to “Generationenübergreifendes Lernen: Projektideen”

  1. treidelpfad Says:

    Ich habe den Eindruck, man sieht in den Alten so eine Art Oberschüler mit Sehschwäche.
    Das Hauptproblem, nämlich die durch Gedächtnisschwäche verursachte Schwierigkeit, auf dem Desktop die Dateien und Einstellungen zu organisieren, wird nicht bedacht.

    „Wo muss ich nochmal klicken, damit das Bild im Mailanhang zu sehen ist?“

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