Archive for November 2011

Lernen heute und morgen

26. November 2011

N. Stöcklin: Bildung im Blick auf den Leitmedienwechsel
CSpannagel: LernZeitRäume
Schule: LernZeitRäume

Im Augenblick habe ich nichts hinzuzufügen.

Blogparade zu offenen Bildungsinhalten

21. November 2011

Diskutiert wurde die Möglichkeit, Schulbücher durch offene Bildungsinhalte zu ersetzen, schon länger. In Deutschland hat sie durch den „Schultrojaner“  deutlich an Schwung gewonnen. Zunächst wurde sie in Twitter und Etherpads diskutiert, als Bloggerthema groß herausgebracht hat sie dann Herr Larbig. Die Blogparade wurde aber erst durch Klaus Dautel  mit „Komm! Ins Offene, Freund!“ (bei ZUM-Unity und CSpannagel) angestoßen.

Es folgten Gibro auf dem Dotcom-Blog mit CC-Lizenzen für offene Bildungsinhalte und Fontanefan mit Lehrfreiheit und offene Bildungsinhalte als ausdrücklichen Blogparadebeiträgen. Aber auch Damian Duchamps mit Tragt die CC in die Lehrerzimmer [wichtig ist hier der in einem Kommentar gegebene Hinweis auf die Probleme mit nc-Lizenzen) und Lehrerfreund mit segu – Das kostenlose Geschichtsbuch im Internet greifen das Thema in der Bloggerszene auf. Die Twitterdiskussion geht ohnehin weiter.

Was lässt sich bei der Diskussion beobachten?

Im Nu wird über verschiedenen Lizenzen diskutiert und darüber, wer zuerst und am effektivsten die Idee der offenen Bildungsinhalte propagiert hat, und schließlich darüber, wie sie am übersichtlichsten zu ordnen seien. Dabei ist doch das Wichtigste, offene Bildungsinhalte zu erstellen, und vorhandene Bildungsinhalte freizustellen.

Deshalb möchte ich dazu aufrufen, dass jede Organisation und jeder einzelne, der Bildungsinhalte (oder ganz unfeierlich gesagt: Unterrichtsentwürfe und Arbeitsblätter) gesammelt hat, diese zur offenen Verwendung zur Verfügung stellt. Teilweise geschieht das schon, z.B.  im ZUM-Wiki, teilweise bestehen noch mehr oder minder große Hindernisse, z.B. bei ZUM.de, bei 4teachers und bei lehrer-online.de.

Allen möchte ich mit Klaus Dautel und Hölderlin sagen: „Komm! Ins Offene, Freund!“

Eine Möglichkeit ist es, seine offenen Inhalte im ZUM-Wiki unter einem Stichwort zu verlinken oder, wenn es umfangreichere Sammlungen sind, unter Offene Bildungsinhalte einzutragen. Weitere werden folgen.

Nachsatz vom 23.11.:

Eine Zusammenfassung der Aktivitäten zur Verbreitung offener Bildungsinhalte auf dem educamp Bielefeld 2011 und es herum bietet jetzt Herrn Larbigs Blogbeitrag: OER – Freie Bildungsmedien: Das Netzwerk entsteht!
Nachtrag vom 28.11.:
Erst heute entdecke ich den Beitrag von Ralf Klötzke:
Umfrage und Links zum Thema „Offene Bildungsinhalte“ vom 27.11.  in Landeskunde

Ist die Komplexitätszunahme ein Mythos?

8. November 2011

In den Jahren von 1789 bis 1815 hat sich sicher in Europa mehr verändert als etwa von 1949 bis 1975. Darauf weist Jörg Friedrich in heise hin, um vom „Mythos der zunehmenden Komplexität“ zu sprechen.

Aber lässt sich das auf die Welt übertragen? War die Zunahme an Komplexität von 1985 bis 2011 größer oder geringer als von 1959 bis 1985?

Forschung und Wikipedia

4. November 2011

Das US-Wissenschaftsmagazin RNA Biology hat seine Autoren aufgefordert, Kurzfassungen ihrer Aufsätze in die Wikipedia einzustellen.
Interessant ist die Diskussion von Autoren dazu in Nature.
In der Tat, die Grenze zwischen “nur Publikation allgemein anerkannten Wissens” und “Publikation aktueller Forschung” wird hier nur formell eingehalten, insofern der Wikipediaartikel zunächst nur im Benutzernamensraum entsteht und erst nach Veröffentlichung des Artikels in den Artikelnamensraum verschoben wird.

Interessant ist an der Nature-Diskussion übrigens auch der folgende Beitrag :
“You scientists, I’m sure, will have a merry time on Wikipedia, so long as your scope of study remains restricted to things like nuclear RNAs found in nematodes. Because these subjects won’t capture the attention of the teenaged and still-in-college administrators who lord over content in more popular areas like music, video games, and politicians, you’ll imagine Wikipedia to be a delightful environment.” (Gregory Kohs)
Kurz gesagt: Für Wissenschaftler wird es in der Wikipedia schön sein, so lange sie nur Artikel für wenig besuchte Seiten schreiben; denn dann werden die Teenager-Administratoren, die noch aufs College gehen und die über die populäreren Bereiche herrschen, nicht darauf aufmerksam.

Ein interessantes Feld. Übrigens könnte es ernsthaft gefährlich werden, wenn Wissenschaftler dereinst nur noch gelesen würden, wenn sie auf einer von “Volksadministratoren” beherrschten Internetseite publizieren. Dann könnte eine gefährliche Verengung wissenschaftlicher Diskussion entstehen, so wie heute Forschung dadurch eingeengt wird, das als besonders wertvoll die Forschung gilt, die viele Drittmittel (finanzstarke Sponsoren) auf sich zieht.