Archive for Mai 2012

Paul Nolte: Generation Reform

14. Mai 2012

Noltes „Generation Reform“ von 2004 verbindet eine konservative Vorstellung von Reform (Privatisierung der Risiken, Abschied von der Solidargemeinschaft) mit dem deutlichen Hinweis darauf, dass es weiterhin eine Klassengesellschaft gibt und zwar eine, in der die Unterschicht sich mitnichten an der Kultur der Mittelschicht (Fähigkeit zum Aufschub von Belohnungen, Frustrationstoleranz) orientiert, sondern an Hedonismus und oberflächlicher Unterhaltung.
Anders als Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“  hätte Noltes Analyse eine eingehende kritische Diskussion verdient gehabt.

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Was braucht ein Künstler für seine Arbeit?

7. Mai 2012

Der Künstler muss für seine Leistung belohnt werden können. Gegenwärtig wird aber primär der Verleger belohnt. Und das bis 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers.
Ist irgendwie wie bei der Pharmaindustrie. Natürlich muss die Forschungsleistung belohnt werden, aber nicht unbedingt die Vermarktung zahlloser Produkte.
Das ändert nichts daran: Mäzenatentum und Zensur durch die Kirche sind keine Alternative zu verlegerischer Arbeit. Aber es wird gewiss in irgendeiner Zukunft ein anderes Modell zur Versorgung des Künstlers mit den ihm nötigen Arbeitsvoraussetzungen geben. Warum sollte es nicht gerechter werden können als das gegenwärtige Verlagssystem?

Mäzenatentum und Zensur durch die Kirche sind keine Alternative zu verlegerischer Arbeit. Aber es wird gewiss in irgendeiner Zukunft ein anderes Modell zur Versorgung des Künstlers mit den ihm nötigen Arbeitsvoraussetzungen geben. Warum sollte es nicht gerechter werden können als das gegenwärtige Verlagssystem?

Diesen Text hat richtiges leben in mir generiert. Danke!

Analoge Twitterwand bei rp12

3. Mai 2012

Hier die Twitterwand. Hier re:publika 2012.

Eigentlich schreibe ich hier nicht über Schule …

1. Mai 2012

Aber ich möchte doch auf einen Lehrerblog hinweisen, der vielleicht besser als mancher andere klar macht, was am Lehrerberuf reizt und was ihn so schwer macht: sovielzumthemaschule von Frau Falke.

Als Zyniker würde man sagen, ein Glück, dass Referendare schon früh darauf hingewiesen werden, wie schwer der Beruf ist.

Aber eine Verkürzung der Ausbildungszeit ist sicher nicht die richtige Antwort, wenn man feststellt, dass in dem Berufsfeld immer neue Probleme/Herausforderungen hinzukommen: erziehungsunfähige Eltern, Inklusion, Amokläufe.

Wie schreibt Frau Falke: „Ganz ehrlich, das hält doch kein Mensch aus. Wann war das? Wie kannst du das so lange mit dir herumtragen?““