Archive for the ‘Medizin’ Category

Lektüreempfehlung „Sitzkrieg“

2. Dezember 2017

Depression ist eine gefährliche Krankheit, die weit häufiger, als der Laie meint, rein physiologische Ursachen hat, die freilich psychische Folgen haben, die von der Psyche her nicht angegangen werden können.

Der Text „Sitzkrieg im Kopf“ zeigt aber, wie sich mensch (wie der Autor (Tanne im Nadelwald) persönlicher bezeichnet, was gemeinhin unpersönlich man genannt wird) eine Pause nutzen kann wie die Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg das erste Kriegsweihnachten .*

Den Text und die Kommentare dazu kann ich empfehlen. Die übrigen Texte sollte man testen, bevor man sich auf sie einlässt. Nicht alle sind für alle geschrieben.

Ich danke hier Tanne dafür, dass er mich mit seinem Blog bekannt gemacht hat.

*Michael Jürgs: Der kleine Frieden im Großen Krieg. Westfront 1914: Als Deutsche, Franzosen und Briten gemeinsam Weihnachten feierten.  München 2003,  Hirschfeld u. a. (Hrsg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg. 2014, S. 957 ff.

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Was vor 50 Millionen Jahren Viren taten, ist bekannt. Was die Bundesregierung mit ihrem Beschluss beschlossen hat, weiß man nicht.

29. Mai 2011

Die Genforschung ist heute immerhin so weit, dass sie erschließen kann, dass vor ca. 50 Millionen Jahren Viren Gene in das Erbgut der Vorgänger des Menschen eingeschleust haben, die jetzt nützliche Funktionen haben, z.B. das Wächtergen, das vor Dengeneration des männlichen Erbguts warnt und degenerierte Zellen  absterben lässt. Das berichtet jedenfalls die FR vom 28.5.11.

Da heißt es u.a.

Der Mechanismus schützt die Spermazellen vor der  Entartung. „Der Kontrollfaktor p63 steht für eine strenge Qualitätskontrolle des Erbguts“, sagt Dobbelstein. „Er wird vor allem in den Vorläufern von Keimzellen in großen Mengen angefertigt.“  Schon bei geringen Schäden an der DNA (Trägerin der Erbinformation) „sterben Zellen durch seine Wirkung ab. Dadurch wird vermieden, dass ein beschädigtes Genom  weitervererbt wird.“

Auf die molekulare Spur der einstigen Virusinfektion brachten die Forscher  Genbausteine, die im Aufbau Teilen des Aids-Virus ähneln, ohne jedoch zu einer Immunschwäche  zu führen. Der glückliche Zufall lieferte gleich doppelten Nutzen und hat sich deshalb in der Evolution durchgesetzt. Neben einer strikten Qualitätskontrolle für Spermien bremst der verstärkte Faktor p63 nämlich die Krebsentstehung aus, fanden die  Forscher zusammen mit ihren US-Kollegen von der Stony Brook University in New York heraus. FR 28.5.11

Fortsetzung vom 30.5.2011:
Asier Gomez-Olivencia hat herausgefunden, dass der Mensch schon vor 4 illionen Jahren an der – angeblichen? – Zivlilisationskrankheit Rückenschmerzen litt. Sein Beweis: etwa 45 Jahre alte Homo Heidelbergensis, der in Spanien gefunden wurde (geschätztes Alter der Knochen 500 000 Jahre, die restlichen 3,5 Millionen Jahre schafft Gomez-Olivencia im Handumdrehen). (Meldung vom 23.2.2011, Quelle)

Das alles ist freilich allzu aktuell. Schon am 8.7.2008 teilte Welt online mit, dass Dinosaurier schon vor 150 Millionen Jahren an Rückenschmerzen litten.

Wo wir doch so genau über die Vergangenheit informiert sind, warum wissen wir immer noch nicht, was die Bundesregierung gestern Nacht beschlossen hat: Geht Biblis B vom Netz oder nicht?