Posts Tagged ‘Eurokrise’

Selbstzitat von 2009

26. Februar 2012

„Wie wünschte ich mir Herrhausen zurück, einen Mann, der wusste, dass eine Bank – und das gilt für alle Banken der Welt zusammen um so mehr – rechtzeitig eine realistische Bewertung ihrer Außenstände vornehmen muss. Das jetzt schlagartig zu tun, würde zu viel Luftgeld auf einmal verschwinden lassen.“ (Kommentar vom 6.3.2009)
Damals antwortete mir ketzerisch: „Das Luftgeld muss aus dem System raus. Das Problem ist, dass dann die Zahlungsfähigkeit der Staaten sinkt. Die Politiker wollen aber gerne keine Ausgabenkürzungen durchführen, sondern lieber weiter Wohltäter spielen und Gelder verteilen. Wenn die Politiker aber auf die Rettung der Banken mit Staatsgeld verzichten würden, dann sähe die Lage deutlich besser aus. Die Banken könnten ohne Staatsgeld viel schneller auf eine vernünftige Eigenkapitalquote gebracht werden.

Das aktuelle Vorgehen führt zu einem verlorenen Jahrzehnt wie beim Japan der 90er – nur mit hoher Inflation. Langsam Luftablassen heisst nämlich auch: die Krise hält lange an.

Hier Vorschläge zur Bankenrettung ohne Staatsgeld:
http://verlorenegeneration.wordpress.com/2009/02/22/good-bank-zur-rettung-des-finanzsystems/

Dass die Krise lange dauert, ist schon jetzt nicht zu bestreiten. Doch nicht immer ist ein „Ende mit Schrecken“ so wie am 8.5.1945 viel besser als ein „Schrecken ohne Ende.“ Jedenfalls nicht für den, der wie wir gegenwärtig in Deutschland die komfortable Seite der Krise erlebt.
Doch wie lange noch?

Was neue Finanzkrisen begünstigt

10. Dezember 2011

Die britische Finanzmarktregulierung ermöglicht ein Pyramidenspiel bzw.  (SchneeballsystemW-Logo.gif.
Das könnte dazu führen, dass die Spekulationen zur Eurokrise so hoch getrieben werden, dass Banken reihenweise zusammenbrechen.
So interpretiere ich den Fachartikel in Telepolis (heise.de).

Europa ist mehr als die Deutsche Bank

1. August 2011

Was für Großbanken und Hedgefonds gut ist, ist noch lange nicht gut für die Länder, in denen sie ihren Firmensitz haben.

Wolfgang Kessler formuliert das in Publik Forum Nr.14 2011, S.26-29 nicht aus. Seine Lösungsvorschläge für die Eurokrise haben aber diese einfache Voraussetzung.

Die Politik der Bundesregierung freilich lässt spüren, dass sie sich stärker von den Banken abhängig fühlt als Obama von der republikanischen Mahrheit im Repräsentantenhaus.

Kesslers Forderungen:

  • Schuldenschnitt für Griechenland von 30% oder mehr
  • Finanztransaktionssteuer innerhalb der EU für einen Marshallplan für die europäischen Krisenländer
  • Euroanleihen, um Wucherzinsen für Krisenländer zu verhindern
  • Soziale Rahmenbedingungen, die die Folgen der Krise nicht allein den Ärmeren aufbürden.
  • Aufbau regionaler Währungen (d.h. bewusste Schaffung von regionalen Teilwirschaftszonen zur Verhinderung eines ständigen Globalwettbewers im Sinne von „Geiz ist geil“ zugunsten ökologischeren und sozal verträglicheren Wirtschaftens)

Zum Teil propagiere auch ich seit Jahren das, was Kessler hier vorträgt . Er hat aber mehr Fachkompetenz und hat seine Thesen spezifisch auf die gegenwärtige Eurokrise abgestimmt.

Noch einmal kurz gesagt:

Es geht darum an die Stelle eines Bankenförderungskonzeptes ein Konzept zur Förderun der europäischne Wirtschaft zu setzen, um nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Und: Es mag zwar trotz rechtlicher Schranken unmöglich sein, Josef Ackermann als Ausichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank zu verhindern. Aber noch ist er nicht Aufsichtsratvorsitzender Europas. Und so sollte es auch bleiben.

Griechische Krise Folge der deutschen Fehlsteuerung

18. August 2010

Griechenland spart sich auf Auftrag in die Wirtschaftskrise, um den Euro zu retten.
Deutschland bekämpft seine Arbeitslosigkeit durch Beseitigung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts und Festlegung auf Exportüberschuss.
Es braucht aber eine einheitliche Wirtschaftspolitik, wenn der Euro zu retten sein soll.