Posts Tagged ‘informationelle Selbstbestimmung’

Kurz festgehalten

16. März 2009

Vorratsdatenspeicherung als unzulässig erklärt.
Pi-Tag in Nörten-Hardenberg.
Mobbing im Internet.

Friedrich II.

1. März 2009

In einer Buchreihe „Weltreiche“ wird das Preußen Friedrichs II. angeführt.
Friedrichs Preußen ein Weltreich???
Und doch bemerkenswert, dass nicht der staufische Kaiser Friedrich II. „der Große“ genannt wird. Und überhaupt kein Staufenkaiser, obwohl diese doch im Zentrum eines großen Konflikts im Abendland standen und Friedrich II. sogar in „Abendland“ und „Morgenland“ (in christlicher und islamischer Kultur) zu Hause war.
Wenn man de Catts Gespräche mit Friedrich dem Großen liest (interessanterweise als „Friedrich der Große: Gespräche mit Henri de Catt“ veröffentlicht) , staunt man, wie häufig Friedrich in der Zeit des 7jährigen Krieges geweint hat. Dass er verzweifelt war, nun ja, dafür hatte er nur allzu gute Gründe.
Aber er hat sich ganz in den Dienst der preußischen Staatsidee gestellt, obwohl sie nicht zuletzt von dem von ihm gehassten Vater geprägt war.
Bemerkenswert, wie wichtig ihm war, dass seine Gedichte nicht veröffentlicht wurden und dass er hart daran gearbeitet hat, der ersten nichtautorisierten Ausgabe schleunigst eine gefälschte entgegenzusetzen, weil er gefährliche Folgen für den Kriegsverlauf befürchtete, wenn der korrekte Text als Originaltext identifiziert werden könnte.
Freilich blieb ihm nicht wie Bahn und Telekom die Möglichkeit, alle Mitarbeiter auszuspähen, wer die Indiskretion begangen hatte.

Morgenlektüre

11. Februar 2009

Der Morgenzeitung entnehme ich, dass Mehrfacheinlader von Ausländern wegen Verdacht auf Visamissbrauchsbegünstigung polizeilich erfasst werden.

Außerdem, dass ein Mann, der wegen Verleumdung angeklagt ist, wegen mehrfacher parteipolitischer Aktivitäten zugunsten der SPD im Internet aufgefallen ist.

Obwohl ich hier nicht unter meinem bürgerlichen Namen schreibe, erkläre ich auch für mich als Staatsbürger, dass ich zu Mehrfacheinladern von Ausländern gehöre (meine ausländischen Kontakte begannen schon 1962 und wurden u.a. von so verdächtigen Organisationen wie Schulen angebahnt) und dass meine Äußerungen im Internet des öfteren als im Sinne der SPD-Parteipolitik interpretiert werden können.

Da ich technische Schwierigkeiten sehe, meinen Blog wie gewünscht bei der Nationalbibliothek einzureichen, bitte ich hiermit, die für die oben genannten Fahndungen zuständigen Polizeidienststellen um Amtshilfe und Weiterleitung meines Blogs.

Gefahren des Netzes

8. Dezember 2008

Was einmal ins Internet geraten ist, ist meist nicht mehr daraus zu entfernen. Wer mit welcher Absicht gehandelt hat, ist dabei egal.
Ärger hat jetzt ein Mitarbeiter von Obama mit Facebook bekommen, der Abgeordnete der Linken, Heilmann, kann seinerseits ein Lied davon singen, was sein Versuch, einen Wikipediainhalt unzugänglich zu machen, ihm gebracht hat.
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung hört auf, wenn man von Personen beobachtet wird, die gerne Informationen ins Internet stellen.
Deshalb sind insbesondere Jugendliche vor sozialen Netzwerken im Internet wie studiVZ, Facebook, Twitter usw. zu warnen. Dabei ist bekannt, dass vor allem Personen unter 30 sie besonders intensiv nutzen.
Zu warnen sind sie aber nicht nur wegen des Schadens, den sie sich selbst – etwa im Fall einer späteren Bewerbung – zufügen können, sondern auch wegen der Gefahr, dass sie eine Grundrechtsverletzung begehen und es nicht wieder gut machen können, wenn sie merken, was sie angerichtet haben.
Hier eine Karte zur weltweiten Verbreitung von Internetnetzwerken.

Auch wenn Palin nicht mein Schwarm ist, …

2. November 2008

eine weltweit veröffentlichte Zurschaustellung eines geschickt oder perfide eingeleiteten Missverständnisses, wie es das Gespräch eines simulierten Sarkozy mit der Vizepräsidentschaftskandidaten Palin ist, ist für mich kein Ulk.
Bis ich von zwingenden Argumenten überzeugt werde, halte ich es für eine Menschnrechtsverletzung, nämlich eine Verletzung des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung.
Es gehört zum politischen Geschäft, offiziell etwas anderes zu sagen, als man es in den eigenen Kreisen tut. Im Falle der Nixon-Tonbänder war dem Präsidenten keine Falle gestellt worden, und es wurde eine kriminelle Handlung aufgedeckt. Hier liegt die Situation anders. Ich bin der Ansicht, dass McCain spätestens seit seiner Entscheidung für Palin als Vizepräsidentschaftskandidatin ein unzulässiges Risiko für die Weltpolitik ist. Aber mit Täuschung die Wähler gegen eine Kandidaten aufzubringen, bedeutet für mich eine Gefährdung der Demokratie.

Datenschutz in den USA

27. September 2008

In den USA gibt es statt Datenschutz Vorratsdatenspeicherung mit unbegrenzter Auswertungserlaubnis.

Im Land der ersten Menschenrechtserkärung (1776 in Virginia, 13 Jahre vor der französischen) schämt man sich offenbar, so ein neumodisches Recht wie informationelle Selbstbestimmung anzuerkennen. Das mögen die Chinesen tun, die wir mit Menschenrechtsforderungen überziehen.