Posts Tagged ‘Lernen durch Lehren’

Kleine Linksammlung

22. Juni 2009

Auswirkung der Finanzkrise auf die Entwicklungsländer (Stiglitz-Kommission)

Wie wurde man NSDAP-Mitglied?

Machtkampf im Iran

Cash-pooling bei Arcandor

Weisheit der vielen für Entscheidungen nutzen

Wie soziale Netzwerke funktionieren

Inwiefern eine Gruppe ihr eigener Feind ist

Strombedarf der Informations- und Kommunikationsindustrie

Tendenzen im Internet

Zensur im Internet

Gefährdung der bisherigen Veröffentlichung naturwissenschaftlicher Ergebnisse

Selbsttest für Lehramtsstudierende

Manfred Osten warnt vor „digitaler Demenz“

Schaffen RSS-Feeds nur Zitationskartelle? – Diskussion

Strafen in der Schule

Schüler dokumentieren ihre Arbeit mit Lernen durch Lehren

Schüler und Lehrer über Abistreich – eine Reflexion

Polenfahrt

In der Eisenbahn gehört von Annabell

Lernen durch Lehren an Unternehmen

16. Mai 2009

Lernen durch Lehren und CSpannagels aktives Plenum wird offenbar auch von Unternehmen aufgegriffen. Das werde ich weiter mitverfolgen. Ich danke Herrn Larbig für den Tipp.

Ein Kompendium von Argumenten gegen die Bildungswirksamkeit von Web 2.0

16. Mai 2009

Die neue Wissenskultur ist eine des rasant lernfähigen Dilettantismus, einer hypereffizient flachen Hierarchie der Wissenskommunikation zwischen Blogs und Wikis und Unkonferenzen, auf denen das Publikum mehr zum Thema zu sagen hat als der Referent.

Kürzer, als es Christian Heller hier getan hat, wird man kaum zusammenfassen können, welcher Illusion manche Befürworter von Web 2.0 unterliegen. Der Einzelne schafft sich sein neuronales Netz. Hilfe überflüssig.
Dagegen setze ich Lernen durch Lehren: Erst was man lehren kann, hat man richtig gelernt. Aber dazu muss man Lehren lernen, d.h. man muss lernen, wie man das, was im Netz auf einen einströmt, sinnvoll organisiert.
Dabei kann einem geholfen werden: durch Vorbilder und durch Kommunikation.

Nachtrag vom 16.3.2010:

Diese Kritik an der Illusion bedeutet aber nicht, dass ich die Möglichkeiten von Web 2.0 geringschätzte. Die Gesprächskultur im Internet bietet Diskussionsmöglichkeiten, wie man sie vor Ort nur selten findet.

Nachtrag vom 11.7.:

Vgl. dazu jetzt auch Fontanefan.

Lernen durch Lehren in Ludwigsburg

14. Mai 2009

Über den Tag zu Lernen durch Lehren (LdL) informiert die Seite der LdL-Community.
Wesentliches zur Auswertung des Tages findet man in dem  Blogbeitrag von Herrn Larbig und der darauf folgenden Diskussion.

Ohnmacht, Sexualität und das Böse

28. März 2009

Jean-Pol Martin sieht als wesentliche Voraussetzung dafür, dass Schüler bereit sind, selbst den Lernprozess ihrer Gruppe mitzugestalten, wie das bei „Lernen durch Lehren“ vorgesehen ist, dass sie anspruchsvolle, für sie interessante Themen ageboten bekommen.
Als drei solche Themen sieht er für Schüler der Sekundarstufe Ohnmacht, Sexualität und das Böse. (Wenn man an Finanzkrise, Internet und Terrosimusdrohungen denkt, kann man übrigens fesstellen, dass diese drei Theman für einen sehr hohen Prozentsatz der Erwachsenen weiterhin zentrale Erfahrungen bleiben.)
Diese drei Themen behandelt er daher am Beginn der Sekundarstufe im Französischunterricht.

Der […] Unterricht verläuft in der Form eines „Durchziehers“ durch die Geschichte und die Literatur, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Für jede Epoche wird zunächst der historische Kontext geschildert, bevor einzelne Werke zur Aktualisierung der Subjektperspektive herangezogen werden.
Die Schüler halten Kurzreferate auf der Grundlage von Texten, die aus Lagarde/ Michard entnommen werden. Nach dem Vortrag wird ein vom jeweiligen Referenten angefertigter Lückentext an die Klasse ausgeteilt und unter seiner Leitung ausgefüllt.

Dass er bei dieser Methode bald zu anspruchsvoller Nietzsche-Interpretation vorstoßen kann, zeigt er in Wiki und auf seinem Blog.
Die drei Themen scheinen mir in der Tat für viele Altersgruppen interessant.

Wie der Lehrer bei Lernen durch Lehren lehrt

10. Februar 2009

Zu Recht wollen Leute, die sich in einen neues Arbeitsfeld einarbeiten wollen, nicht, dass jemand ihnen sagt: „Bringt euch das mal gegenseitig bei.“

Wozu hat man den Kenner der Materie, wenn er nicht aktiv wird?

Nur, wenn er seine Materien sehr gut kennt, kann er auch beurteilen, was davon einzelne (oder ein Team von zwei oder drei) sich selbst erarbeiten können und was nicht.
Dass der aber, wenn er LdL gelernt hat und es für die betreffende Lehraufgabe für die richtige Methode hält, besser über LdL lehren kann, muss man erst erfahren. Das lässt sich nicht erklären.
Wenn man Jean-Pol Martin aufmerksam liest, wird man feststellen, dass er, sobald er LdL nicht mehr plakatieren will, sondern versucht, es verständlich zu machen, immer weniger von den Schülern und immer mehr von seinen Aktivitäten spricht. Die Schüler sprechen übrigens auch weniger von ihren Aktivitäten, wenn sie LdL erklären wollen, als von denen des Lehrers.

Zu Recht sagt Martin, dass er nicht sagen kann, was er macht, sondern, dass man ihn dabei erleben muss. Zum Lernen braucht man den Experten. Aber der sollte beurteilen können, wann und wo die Eigeninitiative der „Schüler“ einsetzen kann.

Die übliche Erfahrung ist doch, dass nur die, die von der Sache nicht viel verstehen, die Verantwortung für das Lernen der Gruppe gerne abgeben.  Der Experte gibt die Verantwortung nicht ab. Nur wird er verhindern, dass ein Gruppenmitglied seine Verantwortung abgibt. Das zu verhindern, dafür scheint LdL recht geeignet.

Wie lehrt man?

29. Januar 2009

Platons Sokrates und Rousseau (in Emile) sind davon ausgegangen, dass man dem Lernenden die Möglichkeit eröffnen sollte, sich neues Wissen zu verschaffen (”Wissen kostruieren” würde J-P Martin es nennen).

Dafür muss insbesondere Platons fiktiver Sokrates immer wieder den Hochmut der Unwissenden überwinden, damit sie entdecken können, was es für sie zu lernen gibt.

Lehren bedeutet nicht, den Lernenden mit „Wissen“ zu bedienen, sondern ihm den Weg zu eröffnen, sich Wissen zu verschaffen.

Im Zusammenhang mit der Wikipedia bedeutet das für mich: Ich würde Lernenden nicht die Wikipedia empfehlen, denn Erleichterungen sprechen sich sowieso rasch herum. Aber ich würde jedem Lernenden empfehlen, für Wikipedia zu schreiben zu versuchen, denn dabei ist die Chance groß, dass er Wissenslücken entdeckt, bei sich und in der Wikipedia. Und dass er dann versucht, sie zu schließen. (Wenn er lernfähig bleibt, wird er ein Leben leben lang damit beschäftigt sein. Aber natürlich braucht es dafür nicht die Wikipedia.)

LdL-Community

27. Januar 2009

In Vorbereitung eines Tages zu Lernen und Lehren am 9.5.2009 in Ludwigsburg findet sich hier die LdL-Community von LdL-Experten und Interessierten zusammen.

Schüleranteil in Lernen durch Lehren

25. Januar 2009

Für die, die den Lehreranteil in der jetzt vorliegenden Dokumentation einer LdL-Stunde ungewöhnlich hoch fanden:

1. Die Schüler kennen das Konzept LdL erst seit knapp einem halben Jahr .

2. J-P Martin versucht gegenwärtig Missverstänsnisse auszuräumen, die bei der bisherigen Rezeption von LdL entstanden sind („die früheren filme haben mich gar nicht gezeigt. es haben nur die schüler unterrichtet“ Martin).

Was macht Martins Unterricht erfolgreich?

24. Januar 2009

Wenn man Lenas Darstellung vom LdL-Unterricht Jean-Pol Martins folgt, könnte man darauf schließen, dass interessante Themen, ein hervorragend motivierender Lehrer und höchst anspruchsvolle Hausaufgaben, die vom Lehrer sorgfältig korrigiert werden, der Grund sind.

Das was Lernen durch Lehren bietet, scheint vor allem Abwechslung und ein geringerer Druck durch Lehrerautorität zu sein.

In der Diskussion wäre noch herauszuarbeiten, weshalb LdL für den angestrebten Erfolg unverzichtbar ist und weshalb andererseits die anspruchsvollen Aufsätze als Hausaufgaben zu den LdL-Aufträgen hinzukommen.

Aber bisher wurden uns vom Besuch in Eichstätt ja auch nur Interviews und nicht der (viel aufwändiger zu schneidende) Unterricht vorgeführt.