Posts Tagged ‘McCain’

Auch wenn Palin nicht mein Schwarm ist, …

2. November 2008

eine weltweit veröffentlichte Zurschaustellung eines geschickt oder perfide eingeleiteten Missverständnisses, wie es das Gespräch eines simulierten Sarkozy mit der Vizepräsidentschaftskandidaten Palin ist, ist für mich kein Ulk.
Bis ich von zwingenden Argumenten überzeugt werde, halte ich es für eine Menschnrechtsverletzung, nämlich eine Verletzung des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung.
Es gehört zum politischen Geschäft, offiziell etwas anderes zu sagen, als man es in den eigenen Kreisen tut. Im Falle der Nixon-Tonbänder war dem Präsidenten keine Falle gestellt worden, und es wurde eine kriminelle Handlung aufgedeckt. Hier liegt die Situation anders. Ich bin der Ansicht, dass McCain spätestens seit seiner Entscheidung für Palin als Vizepräsidentschaftskandidatin ein unzulässiges Risiko für die Weltpolitik ist. Aber mit Täuschung die Wähler gegen eine Kandidaten aufzubringen, bedeutet für mich eine Gefährdung der Demokratie.

Obama und McCain

12. September 2008

Ein beachtenswerter Artikel von FOUAD AJAMI im Wall Street Journal zu The Foreign Policy Difference, den unterschiedlichen Positionen der Präsidentschaftskandidaten zur Außenpolitik.
Freilich ist es ein Problem, wenn man die beiden Bushs zum Normalfall erklärt und Bill Clinton zur Ausnahme. Denn nur so lässt sich ja die Aussage rechtfertigen, dass der Präsident vornehmlich als oberster Kriegsherr imponieren müsse.
Wenn man die Interpunktion nur ein wenig anders setzt und konstatiert, dass Clinton auf die neue Problemkonstellation durch weniger martialisches Auftreten richtig reagiert habe, dann erscheint Bush junior als ein gefährlicher, katastrophaler Rückfall in ein überholtes Paradigma.
Dazu passt, dass der CIA in seiner neusten Lageanalyse den Krisen durch Nahrungsmittel- und Wasserknappheit und dadurch ausgelösten Wanderungsbewegungen und – auch gewaltsamen – Konflikten sowie dem Klimawandel und seinen Folgen ein größeres Gefahrenpotential zumisst als dem Terror. Es wird also vermehrt auf Kooperation und Diplomatie und weniger auf Gewaltanwendung zu setzen sein.
Zum Nachlassen des Terrors: Seit 9/11 ist der Anschlag von Madrid 2004 der letzte gelungene Anschlag in der westlichen Welt. Und 2005 hat al-Qaida durch einen Anschlag des Spitzenmanns Abu Mussab auf eine jordanische Hochzeitsgesellschaft (9.11.05) sehr an Akzeptanz in der islamischen Welt verloren.

Obamas Welttour

23. Juli 2008

Brandenburger Tor oder Siegessäule ist die Frage in Deutschland. In den USA stellt man fest: Kegeln kann er nicht, aber Basketball.

Es sieht so aus, als ob die Politik zwar in den US-Präsidentschaftswahl hineinspiele, die Entscheidung aber anderswo getroffen würde.

Man wird sehen.