Posts Tagged ‘Nationalsozialismus’

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

9. August 2011

Ein Dokument aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist in der Gabelsberger Kurzschrift verfasst und noch nicht entziffert.

Wer kann helfen?

Muckensturm

29. September 2008

Muckensturm Ein Jahr im Leben einer kleinen Stadt. ist ein Schlüsselroman von Paula Buber, geb. Winkler, der Frau von Martin Buber, über die Verhältnisse in Heppenheim an der Bergstraße.

Sie veröffentlichte ihn unter dem Pseudonym Georg Munk. Er erschien 1953 in Heidelberg bei Lambert Schneider. Er löste große Empörung über die vermeintlich tendenziöse und verfälschende Darstellung in der Kleinstadt aus. Dabei zeichnet er ein sehr lebendiges und differenziertes Bild der Reaktionen der Kleinstadtgesellschaft auf den Nationalsozialismus. Etwa im Bild des Reaktionärs, der im Nationalsozialismus die Verwirklichung seiner Ideale gekommen glaubt und sich als Obernazi empfindet, dann aber bald mit der NS-Obrigkeit in Konflikt gerät, weil er nicht zur absoluten Unterordnung unter die aufgestiegenen Opportunisten bereit ist.

Die Nummer

4. September 2008

„Aber es hatte nichts mit Geld und Geiz zu tun, wenn die Überlebenden diese Nummern so selten entfernen ließen […] fast als sei es eine Verpflichtung den Toten gegenüber, nahm man die Auschwitznummer mit in die Nachkriegswelt […]. Es war Totenehrung und Lebensbejahung in einem.“ So verstand Ruth Klüger ihr Beibehalten der KZ-Nummer, die sie übrigens nicht auf sich bezogen und daher auch nicht wirklich gemerkt hatte, bis …

„Es war ein autoritärer Rauswurf, den ich der Nummer auf meinem Arm zu verdanken hatte, denn ohne diese wäre meine Vergangenheit nicht erkennbar gewesen.“ Dass sie so ihren Schein verlor, dass niemand ihr half,  das allein hätte die Reaktion, die dann folgte, nicht bewirkt. Es war ein Leben, in dem sie immer wieder zurückgewiesen, ihrer Meinung nach unfair behandelt, mit einem andern Maßstab gemessen wurde. Schließlich will sie die Nummer nicht mehr tragen.

„Die junge Ärztin hat gute Arbeit geleistet, und ich werde diese Spuren der Nazizeit nicht in den Sarg (vom Jenseits halte ich nicht viel) mitnehmen müssen.“

Die Entscheidung, nicht mehr in jedem Kontext Zeitzeugin der Shoa zu sein, weil es in unseren Gesellschaften eine zu extreme Aufgabe ist. Dafür aber schreibt sie ihre Lebenserinnerungen, in der die Nummer eine wichtige Rolle spielt.