Posts Tagged ‘Öffentlichkeit’

Europäische Presseschau in 10 Sprachen

10. Februar 2011

Eine europäische Presseschau aus über 30 europäischen Zeitungen in 10 europäischen Sprachen und ein Euroblog zu Europathemen bedeutet einen Schritt in Richtung Europäische Öffentlichkeit.

Dem Euroblog entnehme ich den heiteren Vorschlag für den Einsatz von Paul, dem Kraken. Man stellt ihm nicht nur Fußballfragen, sondern auch Fragen zur europäischen Politik, z.B.:

Wer tritt zuerst aus der Eurozone aus, Griechenland oder Deutschland? (Wenn er die falsche Antwort gibt, so verfahre man ganz nach EU-Usus und lege ihm die Frage einfach noch einmal vor!)

Schade, dass Paul inzwischen verstorben ist.

Erstaunte Frage in der niederländischen Presse: Wieso haben die Deutschen keine Angst vor Terrorismus in ihrem Land?

Europäische Öffentlichkeit

3. Juli 2009

Die gegenwärtige Blogosphäre reicht für die heute notwendige politische Öffentlichkeit nicht aus; denn für die Begleitung der Arbeit des Europäischen Parlaments brauchen wir eine europäische Öffentlichkeit. Dazu gehört eine Diskussion über die nationalen Grenzen hinweg von Personen, die die europäische Gesamtsituation im Blick haben.

Die gegenwärtigen großen nationalen Zeitungen können das nicht leisten. Einzelne Blogger könnten es für bestimmte Bereiche, aber hier setzt oftmals die Sprachbarriere Schranken. So erreichen sie nicht, dass sie von einer breiten europäischen Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Das können nur europäische Zeitungen erreichen, die in mindestens drei Spachen erscheinen und wo schon die redaktionsinternen Diskussionen international geführt werden.

Es gibt keine europäische Öffentlichkeit

19. Juni 2008

Das ist das entscheidende Manko für jeden Versuch einer Demokratisierung der EU. Andererseits: Ohne die Möglichkeit, auf Entscheidungen Einfluss zu nehmen, sieht der Bürger wenig Anlass, sich zu informieren, sich zu streiten etc.

Abie die Iren haben nicht nur deshalb den Vertrag von Lissabon abgelehnt, sondern auch deshalb, weil sie nicht recht einschätzen können, worum es geht, und deshalb nicht für etwas verantwortlich gemacht werden wollen, was sie nicht beurteilen können. Unterscheib nicht, was du nicht gelesen hast, ist ein vernünftiger Grundsatz, den man nur aus guten Gründen fallen lassen sollte.

Und wer hat schon die europäische Verfassung gelesen? Aber man kann wenigstens mal mit einer Erläuterung des Vertrags von Lissabon anfangen.