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40 Thesen zur Reform des Islam

3. November 2017

ABDEL-HAKIM OURGHI: 40 Thesen zur Reform des Islam

„Ich habe meinem Buch ein Zitat von Martin Luther vorangestellt: „Je mehr mich die Leute bedrohen, umso größer meine Zuversicht.“ Von Luther kann man als Muslim heute aber nicht nur Mut lernen, sondern auch, dass die Wertschätzung der Heiligen Schriften eben nicht bedeutet, sie möglichst eng auszulegen. Eine Interpretation des Korans heute muss die alten Texte von ihrer Leblosigkeit befreien und sie durch neue Sinngehalte bereichern. Dann kann sie zur Etablierung des Islams im Westen beitragen.“

Aus den Thesen:

1. Es ist Zeit für einen europäischen Islam.

2. Die Heilige Schrift des Islams an sich ist leblos. Erst die Interpretation macht sie lebendig.

3. Jede Muslimin und jeder Muslim hat die Freiheit, den Koran so zu interpretieren, wie sie oder er will.

4. Eine Reform des Islams braucht mutige Reformer.

5. Das Erbe des Islams muss frei erforscht werden können.

6. Die Reform des Islams ist im Koran selbst angelegt.

7. Reform des Islams bedeutet seine Anpassung an die Moderne.

8. Islamkritik ist keine pauschale Ablehnung des islamischen Glaubens.

9. Der Koran als Gotteswort ist im Laufe der Jahrhunderte zum Menschenwort geworden.

10. Wer den Koran respektiert, kann ihn nicht wortwörtlich nehmen.

11. Die Muslime müssen den Koran wieder zu einem Buch des Friedens machen.

Gegen den Totalitarismus der FDP

20. April 2010

Karl Popper, der für eine liberale offene Gesellschaft kämpfte, formulierte:

„Ein systematischer Kampf gegen bestimmte Mißstände, gegen konkrete Formen der Ungerechtigkeit oder der Ausbeutung, gegen Leiden, die sich vermeiden lassen, wie etwa Armut und Arbeitslosigkeit, ein solcher Kampf ist etwas ganz anderes als der Versuch, eine auf dem Reißbrett entwickelte ideale Gesellschaft zu verwirklichen.“ (Elend des Historizismus, S.72/73)

Er müsste heute über das Elend des Liberalizismus schreiben, über die totalitäre Ideologie, zu der  – zumindest in der Führungsspitze der FDP – das liberale Gedankengut verkommen ist: Trotz wiederholter Beweise, dass die Begünstigung der Besserverdiener der Gesamtgesellschaft keinen Nutzen bringt, hält sie daran fest.

Wann findet die FDP zu der gesellschaftlichen Stückwerkstechnik zurück. Zu einer Technik, bei der jede Maßnahme auf unerwünschte Nebenwirkungen hin kontrolliert wird, um sicherzustellen, dass sie dem angestrebten Ziel dient?

Nachtrag: Hinweis auf FDP-Steuerpläne