Posts Tagged ‘Ressourcenproduktivität’

Konjunkturprogramme für Umweltschutz einsetzen!

21. April 2009

Nicht nur ich predige ständig die Notwendigkeit der Umstellung der Förderung von Arbeitsproduktivität auf Förderung von Ressourcenproduktivität.
Jetzt melden es auch viele Fachwissenschaftler im Zusammenhang mit den Konjunkturprogrammen an.

Überlegungen zur Schaffung eines gesunden Bankensystems

6. März 2009

Was uns Laien als Wahnsinn erscheint, nämlich dass Hunderte von Milliarden zur Rettung von Banken aufgebracht werden, die schlimmere Managementfehler gemacht haben als 90 Prozent aller in Konkurs gegangenen Unternehmen der letzten 10 Jahre, das erscheint offenbar auch manchen führenden Ökonomen als die falsche Strategie. Willem H. Buiter schlägt im Wallstreet Journal vor, man solle nicht die Banken, die sich hineingeritten haben, dafür belohnen, sondern neue Banken gründen, die unbelastet von alten Fehlern wieder bereitwilliger Kredite ausgeben könnten. Die alten Banken müsse man aber dem Stresstest aussetzen, wie sie ohne Regierungsunterstützung zurechtkämen. Was ihn überstehe, das könne beim neuen Bankensystem mitwirken.

Future government support, through guarantees or other means, would be focused exclusively on new lending and new borrowing by the new good banks and those old banks that passed the stress test.

Den Hinweis auf diesen Aufsatz verdanke ich Verlorene Generation.

Mir scheint allerdings nicht sicher, ob das nicht eine Gewaltkur in der Form würde, wie sie unter Jelzin durchgeführt wurde, und die dann die russische Wirtschaft weitgehend hat zusammenbrechen und in die Hände der Oligarchen fallen lassen. Eine Rettung aus der Hand von Oligarchen, wie Putin sie Russland hat angedeihen lassen, möchte ich lieber nicht erleben.
Da scheint mir eine Dauerrezession wie in Japan noch das kleinere Übel, zumal wir ohnehin endlich weltweit zum Nullwachstum bei Rohstoff- und Energieverbrauch kommen müssen.
Wenn die Krise ein Gutes haben könnte, dann dies, dass sie zur Steigerung der Ressourcenproduktivität führte.

Was folgt aus der Finanzkrise?

11. Januar 2009

„Es handelt sich nicht um eine Anpassungskrise wie in den achtziger Jahren. das ist eine Kontinentaldrift, ein Erdbeben, keine bloße Erschütterung.“  (James Wolfensohn, ehemaliger Präsident der Weltbank, im Spiegel vom 5.1.09, S.91)

Die Krise ist wirklich gefährlich, aber andererseits ist sie auch eine Chance, wenn sie zu radikalem Umdenken führt: Ressourcenproduktivität statt Arbeitsproduktivität muss das Ziel sein.

Was ist gut an der Finanzkrise?

2. Januar 2009

Weil während einer Rezession das Dauerwachstum des Ressourcenverbrauchs unterbrochen wird, wird die Chance, das Klimaschutzziel zu erreichen, erhöht. Die Ölproduktion wird gedrosselt. Der Ölpreis steigt wieder. Das hilft, dass er sich wieder ein wenig den wahren ökologischen Kosten nähert.

Noch besser wäre freilich die Erkenntnis, dass das dauerhafte Stoppen des ständigen Mehrverbrauchs an Ressourcen für unseren Wohlstand wichtiger ist als jede Maßnahme zur Bekämpfung der Rezession.

Bei der Rezession drohen 2 – 5 % Produktionsrückgang für zwei bis vier Jahre in den Industrieländern. Beim Verfehlen des Klimaschutzziels käme es zu einem dauerhaften weltweiten Produktionsrückgang um 20% weltweit.

Es sollte klar sein, worauf unsere Maßnahmen zur Risikoabwendung gerichtet sein müssen. Davon ist leider wenig zu bemerken.