Posts Tagged ‘Verstaatlichung’

Üblicher Managerwahnsinn

27. April 2009

Porsche hat mehr Gewinn gemacht als Umsatz. Daraufhin hat das Unternehmen jetzt 9 Milliarden Euro Schulden. Die Fäden in der Hand hat der ehemalige Vorstandschef des übernommenen Unternehmens: Ferdinand Piëch.
Fiat will Opel übernehmen, garantiert den Erhalt aller Standorte. Vermutlich sollen die Gebäude stehen bleiben, weil es zu teuer käme, sie abzureißen. Forschung und Entwicklung dagegen würden sicher nach Italien verlagert.
Nach Milliardenverlusten seines Unternehmens, die mit dem Kauf der Postbank mühsam kaschiert wurden, hat Ackermann jetzt 1,2 Milliarden Euro Gewinn gemacht, solange die Anleihen den Kurs halten, und den Job als Vorstandsvorsitzenden um drei Jahre verlängert. Da es offenbar keine Alternative gab, wird er gute Boni herausgehandelt haben und im Zweifelsfall einklagen.
Aber da offenbar alles zum alten System zurückkehrt, kann er gewiss 25% Rendite erreichen.
Das Management von General Motors bittet um Verstaatlichung. (Schließlich gilt es zig Milliarden Verluste zu sozialisieren.)
Die Bayerische Landesbank wirft Angela Merkel Dramatisierung vor. Offenbar haben nicht die Bankenverluste, sondern Angela Merkel und ihre Helfershelfer die Weltrezession auf dem Gewissen?

Blick in die Zukunft

21. März 2009

Finanziert wurden die öko-sozialen Staatsausgaben mit Hilfe einer ganz neuen Verteilungspolitik: Sonderabgaben für große Vermögen und eine tief greifende Erbschaftssteuer wurden eingeführt, das neues Steuersystem belastete auf einmal die Reichen und Gewinneinkommen. „Wenn der politische Wille da ist, ist es gar nicht so schwer“, zeigte sich der Bundesfinanzminister damals verblüfft.

So berichtet uns Rosa Goldmann aus dem Jahr 2010

Schade, dass wir noch nicht im Jahr 2010 sind und dass dieser „ZEIT-Artikel“ von der globalisierungkritischen Organisation attac erfunden werden musste, um in hoher Auflage heute schon lesbar zu sein.
Doch weil’s so schön ist, lesen wir weiter

Um zu vermeiden, dass Vermögensbesitzer und Unternehmen auf Niedrigsteuergebiete in der Karibik und Ostasien ausweichen, beschlossen die Minister zudem, all jene Staaten, die weiterhin am Geschäft mit Steuerflucht und Bankgeheimnis festhalten, den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten zu sperren. Im Konfliktfall, so erläuterte EU-Finanzkommissar Peer Steinbrück, solle Banken, die weiterhin Geschäftsbeziehungen mit den so genannten Offshore-Zentren unterhalten, ihre Lizenz für die Tätigkeit im Euro- und Dollarraum entzogen wer-den. Ohne ein Konto bei der Europäischen Zentralbank oder der US-Notenbank Federal Reserve könne keine internationale Bank bestehen. Darum sei er zuversichtlich, dass die Maßnahmen greifen werden, sagte Steinbrück.

So Harald Schumann über einen Beschluss der G20 in Brasilia ebenfalls aus dem Jahr 2010 in der Nr.5 der erfundenen ZEIT.
Diese ZEIT von 2010 ist so gefragt, dass der Server, der sie online und zum Ausdrucken als pdf-Datei anbietet, nicht ganz selten überlastet ist. Deshalb wird sie u.a. hier zum Download in einer Datei angeboten (8 pdf-Seiten).