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Zentrale für Unterrichtsmedien (Jahrestreffen)

27. November 2018

Die ZUM war 1997 Vorreiter, als sie Unterrichtsmedien im Netz sammelte und allgemein zur Verfügung stellte. Als die Wikipedia eine ganz neue Form, Wissen zu sammeln und zu präsentieren, entwarf, schuf die ZUM das ZUM-Wiki, das allen interessierten Lehrern – und auch Schülern – die Mitarbeit an Unterrichtsmaterialien ermöglichte. Dann entwickelte sie das ZUMpad, das von so vielen Schulen eingesetzt wird, dass manche gar nicht einmal wissen, wer Ihnen das Instrument zur Verfügung stellt.

 Am 24.11.2018 ist nun eine neue Entwicklung ins Netz gegangen: ZUM-Unterrichten.

Statt einer Materialsammlung steht Lehrern jetzt ein Angebot von Unterrichtsprojekten und Bausteinen zum Selbstlernen zur Verfügung. Das war möglich, obwohl in diesem Jahr jeder Verein mit der DSGVO zu tun hatte, ganz besonders aber ein Verein, der wie die ZUM seine Arbeit ganz auf das Internet abgestellt hat.

Und trotz dieser Doppelbelastung hat die ZUM nur wenige Tage zuvor auch das Ergebnis des bundesweit und international beschickten Wettbewerbs „Erinnerung sichtbar machen“ vorstellen können, der wesentlich von dem ZUM-Mitbegründer Karl-Friedrich Fischbach getragen wurde.

Statt sich auf diesen doppelten Erfolg zu konzentrieren, engagierte die ZUM zu ihrem Jahrestreffen 2018 einen Referenten für das Thema Digitalisierung in der Schule (Kai Wörner) [Link zu den Folien], der am Beispiel einer Pilotschule aufzeigte, wie Schule fruchtbar so auf Computer- und Internetarbeit umgestellt werden kann, dass Arbeitsergebnisse fast durchweg multimedial präsentiert werden können.

Parallel fördert die ZUM die Weiterentwicklung des Kinderlexikons Klexikon zu einem neuen online Nachschlagewerk in einfacher Sprache.

An die Vielseitigkeit der ZUM und ihre Ausstrahlung über Deutschland hinaus bin ich schon lange gewöhnt, aber dass wir einen neu gewonnenes Mitglied aus Israel begrüßen konnten, fand ich doch sehr bemerkenswert. Ausgangspunkt für gemeinsamer Arbeit war in diesem Fall das ZUM-Willkommen Wiki, das die ZUM der Initiative von Karl Kirst und Ralf Klötzke verdankt.

Aber in einem ist die ZUM sich seit vielen Jahren gleich geblieben. Bei jedem Treffen fühle ich mich wie zurückgekehrt in meine Heimat. Alle neuen Gesichter ändern nichts daran, dass man in eine Atmosphäre gegenseitigen Wohlwollens eintaucht, in der alle für neue Wege aufgeschlossen sind.


Zum Schluss darf ich ergänzend aus dem vorläufigen Kurzbericht der Vorsitzenden der ZUM, Mandy Schütze, zitieren:

Weitere Projekte, auf die im Rahmen des Rechenschaftsberichts des Vorstandes verwiesen wurden, sind u.a. die über 10.000 Hefte der Mieze Mia, die von Florian Emrich gedruckt und verkauft wurden und nun in Haushalten mit Grundschülern das ZUM-Logo tragen, sowie die Wortmaus, ein Online-Wörterbuch, auf das schon ein erster Blick geworfen werden kann. Daran wird im kommenden Jahr intensiv gearbeitet.“


Der offizielle Bericht folgt demnächst auf dem ZUM-Blog.

Blogparade zu offenen Bildungsinhalten

21. November 2011

Diskutiert wurde die Möglichkeit, Schulbücher durch offene Bildungsinhalte zu ersetzen, schon länger. In Deutschland hat sie durch den „Schultrojaner“  deutlich an Schwung gewonnen. Zunächst wurde sie in Twitter und Etherpads diskutiert, als Bloggerthema groß herausgebracht hat sie dann Herr Larbig. Die Blogparade wurde aber erst durch Klaus Dautel  mit „Komm! Ins Offene, Freund!“ (bei ZUM-Unity und CSpannagel) angestoßen.

Es folgten Gibro auf dem Dotcom-Blog mit CC-Lizenzen für offene Bildungsinhalte und Fontanefan mit Lehrfreiheit und offene Bildungsinhalte als ausdrücklichen Blogparadebeiträgen. Aber auch Damian Duchamps mit Tragt die CC in die Lehrerzimmer [wichtig ist hier der in einem Kommentar gegebene Hinweis auf die Probleme mit nc-Lizenzen) und Lehrerfreund mit segu – Das kostenlose Geschichtsbuch im Internet greifen das Thema in der Bloggerszene auf. Die Twitterdiskussion geht ohnehin weiter.

Was lässt sich bei der Diskussion beobachten?

Im Nu wird über verschiedenen Lizenzen diskutiert und darüber, wer zuerst und am effektivsten die Idee der offenen Bildungsinhalte propagiert hat, und schließlich darüber, wie sie am übersichtlichsten zu ordnen seien. Dabei ist doch das Wichtigste, offene Bildungsinhalte zu erstellen, und vorhandene Bildungsinhalte freizustellen.

Deshalb möchte ich dazu aufrufen, dass jede Organisation und jeder einzelne, der Bildungsinhalte (oder ganz unfeierlich gesagt: Unterrichtsentwürfe und Arbeitsblätter) gesammelt hat, diese zur offenen Verwendung zur Verfügung stellt. Teilweise geschieht das schon, z.B.  im ZUM-Wiki, teilweise bestehen noch mehr oder minder große Hindernisse, z.B. bei ZUM.de, bei 4teachers und bei lehrer-online.de.

Allen möchte ich mit Klaus Dautel und Hölderlin sagen: „Komm! Ins Offene, Freund!“

Eine Möglichkeit ist es, seine offenen Inhalte im ZUM-Wiki unter einem Stichwort zu verlinken oder, wenn es umfangreichere Sammlungen sind, unter Offene Bildungsinhalte einzutragen. Weitere werden folgen.

Nachsatz vom 23.11.:

Eine Zusammenfassung der Aktivitäten zur Verbreitung offener Bildungsinhalte auf dem educamp Bielefeld 2011 und es herum bietet jetzt Herrn Larbigs Blogbeitrag: OER – Freie Bildungsmedien: Das Netzwerk entsteht!
Nachtrag vom 28.11.:
Erst heute entdecke ich den Beitrag von Ralf Klötzke:
Umfrage und Links zum Thema „Offene Bildungsinhalte“ vom 27.11.  in Landeskunde