Barack Obama

Obama ist ähnlich sympathisch wie Kennedy, und er ist ähnlich charismatisch.
Zu Kennedys außenpolitischer Bilanz zählen die CIA-Unterstützung des missglückten Angriffs von Exilkubanern auf Kuba (Schweinebuchtinvasion) (1961), der Einstieg in den Vietnamkrieg durch Entsendung von über 16 000 „Militärberatern“, darunter den Green Berets, die Akzeptanz des Mauerbaus 1961 und das kalkulierte Risiko eines Dritten Weltkriegs in der Kubakrise 1962.
Insgesamt gesehen sehe ich die außenpolitische Bilanz Kennedys wegen des Einstiegs in die Entspannung positiv. Aber man kann nicht behaupten, dass die anderen außenpolitischen Aktionen und Nicht-Aktionen von Deutschland aus besonders positiv gesehen worden wäre.
Natürlich, da war gegen Ende seiner Amtszeit seine eindrucksvolle Rede mit dem Wort „Ich bin ein Berliner.“ Aber die entsprechende Rede hat Obama schon hinter sich.
Zusammengefasst: Die Wahl Obamas ist eine Erlösung und ein Segen für die USA und ein Hoffnungsschimmer für eine stärker am internationalen Konsens orientierte US-Außenpolitik. Dass er eine Politik machen wird, die deutschen nationalen Interessen dienen wird, braucht man aber nicht anzunehmen. Und wir müssen damit rechnen, dass er noch einiges Lehrgeld wird zahlen müssen. Die Lehre tritt er jetzt schon an, vor Beginn seiner Präsidentschaft.

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